Letzter Teil des Sommerfestivals 2016
Klares Ja zu Caroline No

Gelungener Abschluss: Carolin No beendete das Sommerfestival. Bild: gf

Die Nacht zum Freitag hatte für Himmelsgucker und Sommerfestival-Besucher schon etwas Spektakuläres. In der ersten Hälfte regnete es glühende Songs von Carolin No und ihren Musikern. Ab 23 Uhr war es der Himmel, der ein Schauspiel mit unzähligen Sternschnuppen der Perseiden bot.

Von Marielouise Scharf

Amberg. Während der Meteorschauer schnell verglüht und wegen dichter Wolken wohl auch nur bedingt zu sehen war, klang der Konzertabend mit Carolin No noch lange nach. Auch wenn die Nacht kühl und die Zahl der wärmenden Leihdecken für die vielen Besucher im Innenhof der Stadtbibliothek nur gering war, die Lieder, die Arrangements, die Texte und Instrumentaleinlagen wärmten schnell das Herz.

Hinter dem Namen Carolin No stehen das musizierende Ehepaar Carolin und Andreas Obieglo. Seit zehn Jahren komponieren, texten und produzieren sie niveauvolle Lieder, die ins Ohr gehen, die man gerne hört, die ganz unverwechselbar daherkommen mit Texten, die teilweise sogar in einem Schulbuch veröffentlicht sind. Etliche CDs wie "Backstage", "Loveland" und "Open secret Concert" haben die beiden bereits herausgebracht. Daraus lieferten sie auch einige Nummern im kurzen Querschnitt. Unterstützt wurden sie von Tilmann Wehle am Cello sowie Christian Kraus am Schlagzeug.

Für ihre Kompositionen schöpften sie aus ein bisschen Gospel, ein wenig Blues, einer Spur Jazz und einer kleinen Dosis Country. Aus leisen Liedanfängen bauten sie dramatische Fortsetzungen mit unterschiedlichen Instrumenten vom Glockenspiel bis zu Gitarre, Klavier, Schlagzeug, Mundharmonika, um nur einige zu nennen.

Die Songs berührten. Sie beobachteten, beglückten, beschwingten - nicht auf laute Art, jedoch eindringlich und überaus stilsicher interpretiert. Carolins Stimme schmeichelte. Ihr Auftritt war kapriziös, bis in jede Geste ausgefeilt und wirkte doch natürlich charmant. Andreas war der Mann an den Tasten, die er perfekt beherrscht. Die Musikalität, das Temperament, das Feuer brannten in ihm. Sein Solo "Mit dir", in "niederbayerischem Polnisch", hätte romantischer nicht sein können.

"Ehrlich gesagt" ist nun ihr viertes, wie immer in Eigenregie produziertes Studioalbum. Damit sind sie on tour. Amberg ist die letzte Station vor der Sommerpause, dann geht's wieder frisch und erfrischend weiter quer durch die Republik. Wirklich hitverdächtig ist der gleichnamige Song daraus: "Wie's mir geht? Ehrlich gesagt, hab' ich schon lang nicht mehr darüber nachgedacht" Melodie wie Text gingen ins Ohr. Im Hintergrund lief der offizielle Videoclip.

Um auf die Sternschnuppen zurückzukommen. Im Volksmund heißen die August-Meteore Laurentius-Tränen. Der Name soll an den Märtyrertod des heiligen Laurentius erinnern, der am 10. August 258 unter der Herrschaft des römischen Kaisers Valerian starb. Seither, so erzählt die Legende, soll es an diesem Tag feurige Tränen vom Himmel geregnet haben. Tränen wurden gerade nicht geweint zum Abschied. Aber der Applaus machte deutlich: Amberg sagt ja zu Caroline No. (Angemerkt)
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