Markus Kühne entwickelt städtebauliches Entwicklungskonzept für das Klinikum und die ...
Der Park-Kino-Disco-City-Clou

Foto aus HUP-Import

"Kompliment", "Respekt", "Gratulation" und "einfach spitze": Der Bauausschuss überschlug sich mit Lob für Markus Kühne. Zu Recht: Denn der Baureferent hat nicht nur Pläne für die Lösung des Parkproblems rund um Klinikum und Marienstraße entworfen, sondern ein ganzes städtebauliches Entwicklungskonzept für diesen Bereich geschaffen.

Die Idee von Markus Kühne beginnt einfach und setzt sich genial fort. So, von der Spannung her aufsteigend, präsentierte er sie auch dem Bauausschuss, indem er ein vorbereitetes Modell Zug um Zug mit einzelnen Modulen ergänzte, um am Schluss ein großes Ganzes zu haben. Das ist es nämlich: ein übergreifendes Gesamtkonzept, das nicht nur aus Parken besteht, sondern den Bereich Marienstraße und das hinter dem Multiplex-Kino entstehende Bau-Entwicklungsfeld an die Altstadt anbindet. Das könnte mit höhengleichen Fußwegen geschehen, die an einem zweiten, neuen Marien-Parkdeck starten und über den Bahndamm und den vierspurigen Kaiser-Ludwig-Ring Richtung Altstadt führen (am oberen Stadtgraben andockend, von wo aus der Fußweg nach links und rechts zu Nabburger Tor bzw. Bahnhofstraße verläuft).

Zweites Marienparkdeck

Ausgangspunkt dieser Planung ist eben eine neue Hochgarage, die neben dem alten Marienparkdeck in zwei langen "Fingern" parallel zur Bahnlinie entstehen könnte - mit der längeren Hälfte würde sie fast bis zur Regensburger Straße reichen. Davor an der Ecke des kleinen Kreisverkehrs Marien-/Emailfabrikstraße wäre laut Kühne mit einem weiteren Modul sogar eine Erweiterung dieses Parkdecks möglich. Hier würde dann auch der Höhenweg, die oberen Ebenen des Parkhauses aufnehmend, beginnen können. Entlang der Marienstraße ließe er sich bis zum Kreisverkehr beim Klinikum und darüber hinweg fortführen. Zwischen altem und neuem Parkdeck - mit weiteren Zugängen - könnte er außerdem Richtung Bahnlinie (über den Damm hinüber) und neues Baufeld zwischen Multiplex-Kino und alter Baumann-Villa abzweigen. Natürlich um dieses Gebiet zu erschließen, auf dem sich Markus Kühne schon mal vier neue Gebäude mit folgender Nutzung vorstellt: Discothek, Gastronomie, Geschäfte und Shops.

Erweiterung und Ergänzung zum Zentrum Marienstraße


Das wäre nach seiner Ansicht nicht nur eine Erweiterung und Ergänzung zum Zentrum Marienstraße, sondern auch der Brückenschlag zur in Sichtweite liegenden Altstadt. Hier könnte nämlich tatsächlich der Höhenweg über den vierspurigen Kaiser-Ludwig-Ring fortgesetzt werden und so die direkte Verbindung zur City herstellen. Gerade dieser Brückenschlag zur Altstadt und die Vernetzung mit Kino plus weiterem neuen Leben in diesem Umfeld, Dienstleistungszentrum Marienstraße und Parken dort ist laut Oberbürgermeister Michael Cerny "eine sehr interessante Geschichte, die ins städteplanerische Konzept passen würde". "Ich freue mich, weil zum ersten Mal wieder vorausschauend etwas gemacht wird", stimmte Dieter Amann (SPD) in den fraktionsübergreifenden Lobesreigen aller Stadträte ein. Sein Parteifreund Uli Hübner, aber auch Helmut Weigl und andere CSU-Vertreter hofften, "bald mit diesem ersten Meilenstein anfangen zu können".

"In Schritten entwickeln"

Grundsätzlich ebenso begeistert, bremste der OB die Euphorie etwas, indem er auf die Kostenseite hinwies, selbst wenn man die neuen Parkflächen bewirtschaften könne. So ein Großkonzept müsse sowohl bautechnisch als auch finanziell "in Schritten entwickelt werden". Im Bereich Klinikum aber sei aufgrund des hohen Parkdrucks klar, "dass wir dort etwas schaffen müssen". (Angemerkt)
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