Martina Schwarzmann hat ihren eigenen Humor
Nackt im Supermarkt

Kultur
Amberg in der Oberpfalz
09.12.2015
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Mit ihrer Gitarre, in einem Kleid vom Flohmarkt - passend von 50 bis 100 Kilo, wie sie meinte - und mit strenger Flechtfrisur unterhielt sie ein ausverkauftes ACC aufs Köstlichste. So, wie man Martina Schwarzmann kennt.

Amberg. (kge) "Mein Programm heißt ,Gscheid gfreid' und ist das Ziel für heid." In ihren Geschichten erzählt die Schwarzmann in niederbayerischem Dialekt von ihrem Leben als Witzemacherin - wie ihr Nachwuchs sie nennt -, als Ehefrau, Mutter, Hausfrau und von ihrer Heimat auf dem Lande. Es sind Anekdoten, die nur das Leben so schreiben kann. Und in ihrer Einfachheit glaubt man der Frau jedes Wort.

Als ein Journalist sie einmal am Telefon fragte, wovon sie träume, da habe sie ihm von ihrem letzten Schlaferlebnis berichtet, in dem sie sich nackt in einem Supermarkt befand. Bis der Fragesteller sich schließlich räusperte und zu ihrem peinlichen Erstaunen anmerkte, er habe sich eigentlich nach ihren Zukunftsträumen erkundigen wollen.

"Die Leute kommen gern, mir macht's Spaß. Was will ich mehr?", sagte Martina Schwarzmann. Um wenig später nach kurzer Überlegung zu sinnieren: "Ich tram davon, dass Klobürsten benutzt werden. Und nicht nur, wenn die Kinder Pfarrer spielen."

Matthias Kellner hatte sie als "Praktikant" im Schlepptau, um ihm das begeisterte, große Publikum zu gönnen. "Der ist jetzt wie der Keks beim Cappuccino." Bei seinem Auftritt hielt er das Lachniveau weiter hoch und sang dazu noch wunderbar. Martina meinte im Anschluss mit einem sehnsüchtigen Blick auf ihre eigene Gitarre "Es ist schon schön, wenn man sein Instrument beherrscht."

"Das war ein wundervoller Abend", stellte ein Besucher schließlich fest - und bestimmt jeder im Saal konnte ihm von ganzem Herzen zustimmen.

Zitate"Schuhcreme macht's selber aus alten Autoreifen im Thermomix."

"Mein Mann sagt manchmal Saubua zu unserem Sohn. Dann bin ich die Sau."

"Pritscheln ist: Gaudi ham mit Flüssigkeiten außerhalb von Gefäßen."

"Es heißt Hausfrau im Gegensatz zum Gutsherrn, wobei der Frau das Haus nicht gehört. Eigentlich müsste es Scheißarbeitsfrau heißen - oder Haushaltsopfer."

"Multitasking ist a Riesen- Scheißdreck."

"Kinder sind toll! Da ist immer jemand zum Spielen dahoam."

"Von Natur aus bin ich faul, doch komm ich nie dazu."

"Mich gefreid's am meisten, wenn's euch graust."
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