Ostbayerische Technische Hochschule: Schauspielerin Eva Habermann spielt in Kurzfilm mit
Promi-Dreh im Stadtgraben

Armin Barwich (rechts) haben es die Studenten zu verdanken, dass Eva Habermann bei "Kreisgespräche" mitspielt. Die Schauspielerin ist die Trauzeugin des 31-jährigen Mannheimers, der am Samstag im Stadtgraben auf die Anweisungen von Regisseur Maximilian Auer (links) hörte.
Ausrüstung, Drehorte, Idee und Skript: Die acht Hochschulstudenten haben alles, was sie für ihren Kurzfilm "Kreisgespräche" brauchen. Nur keine Darsteller. Was die jungen Leute nicht ahnen können: Auf ihren Casting-Aufruf meldet sich eine bekannte Schauspielerin, die auch noch auf Gage verzichtet.

Amberg. (tk) In aller Freundschaft, Immenhof, Schwarzwaldklinik, Küstenwache, Alarm für Cobra 11, Der Clown, Utta Danella, Traumschiff, Rosamunde Pilcher, Klinik unter Palmen oder zuletzt an der Seite von Jan Josef Liefers in Mara und der Feuerbringer - in all diesen Serien und Filmen spielte Eva Habermann (39) mit, die am Samstag auf einer Bank im Stadtgraben saß und auf die Anweisungen von Maximilian Auer und Johannes Fischer wartete. Die Regisseure studieren wie alle anderen Mitglieder der Film-Crew an der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Medientechnik und -produktion und müssen bis Freitag, 26. Juni, einen Kurzfilm abliefern, um am Ende des zweiten Semesters für die Prüfung zugelassen zu werden.

Bester Freund spielt mit

Bevor es so weit ist, hatten die 19- bis 24-Jährigen die Ehre, mit einem echten Profi drehen zu dürfen. "Ich unterstütze gerne so junge Projekte, weil ich es toll finde, mit welcher Begeisterung die jungen Leute da rangehen", erzählte Eva Habermann in einer Drehpause, die sie an der Seite ihres besten Freundes Armin Barwich verbrachte. Der Mannheimer (31), der am Beginn seiner Schauspielkarriere steht, hatte im Internet von dem OTH-Filmprojekt erfahren, ein Bewerbungsvideo zugeschickt und die Rolle von Felix bekommen, der unter einer Zwangsstörung leidet und ärztliche Hilfe benötigt. Als er seiner Trauzeugin Eva das Drehbuch gezeigt habe, sei die 39-Jährige begeistert gewesen und habe gesagt: "Lass uns das zusammen machen."

Skript leicht geändert

Allerdings musste laut Eva Habermann zuvor noch ein kleines Problem aus der Welt geschafft werden: "Im Drehbuch stand, dass die Therapeutin 22 Jahre alt ist." Das war der Schauspielerin zu unrealistisch. Sie meldete sich bei den Studenten und sagte: "Ich kann euch keine 22-Jährige spielen, aber eine Psychologin."

Gesagt, getan: Die gebürtige Hamburgerin stand am Samstag im Stadtgraben und am Sonntag in der OTH vor der Kamera, bevor sie Amberg heute wieder verlässt, um sich ihrem nächsten Dreh zu widmen und um Geld zu verdienen. Denn für "Kreisgespräche" verzichtete die 39-Jährige freiwillig auf Bezahlung: "Es gibt viele Projekte, die nicht gefördert werden, aber gut sind." (Angemerkt)
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