Pfarrer Meiler aus Amberg zelebriert Gottesdienst mit ehemaligen Papst Benedikt XVI
Intimes Treffen mit dem Ex-Papst

Die Gäste aus Amberg mit dem emeritierten Papst (von links): Regionalkantor Bernhard Müllers, Stadtpfarrer Franz Meiler, Benedikt XVI. und Kirchenmusiker Franz Badura. Bild: hfz
Eine Messe mit nur acht Personen haben wohl etliche Gläubige schon erlebt. Nicht aber, wenn der Hauptzelebrant ein ehemaliger Papst ist. Stadtpfarrer Franz Meiler sowie die Kirchenmusiker Franz Badura und Bernhard Müllers können von so einem intimen Treffen berichten. Sie waren am vergangenen Wochenende in Rom und feierten in vertrauter Runde zusammen mit Benedikt XVI., Privatsekretär Georg Gänswein und drei Klosterschwestern einen Gottesdienst.

"Es waren wirklich nur acht Personen anwesend", erzählt Franz Badura, der bei der Messe das Lied "Ich bete an die Macht der Liebe" mit der Trompete begleitete. Das Treffen sei über seine Kontakte zu Papst-Bruder Georg Ratzinger zustande gekommen. "Ich habe ihn einfach angeschrieben, ob es möglich wäre, Benedikt XVI. noch einmal zu treffen." Ende Juli habe er eine Einladung von Georg Gänswein für Samstag, 5. September, bekommen. Als er den Brief an der St. Anna-Pforte im Vatikan vorzeigte, habe der Schweizer Gardist nur gesagt: "Sie werden bereits erwartet."

Nach Amberg erkundigt

Nach der Messe in einer Kapelle des Klosters Mater Ecclesiae habe sich der emeritierte Papst eine halbe Stunde lang Zeit genommen, um mit den Gästen aus Amberg zu sprechen. "Er hat sich erkundigt, wie es in unserer Diözese läuft und hat auch nach Amberg gefragt." Dabei erinnerte er sich an seinen Inkognito-Besuch an der Vils im Jahr 1999. Damals besuchte Benedikt als Kurienkardinal zufällig die Schulkirche, als Badura und Müllers dort gerade die Benefiz-CD für die Renovierung des Daches von St. Martin einspielten.
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