Schülerinnen stellen im Stadtmuseum Werke als Hommage an den berühmten Amberger Künstler aus
Was der Brexit mit Prechtl zu tun hat

Bei der Vernissage der Ausstellung "Schule macht Prechtl" war im Stadtmuseum viel los. Zu sehen sind die Werke noch bis 21. September. Bild: Hartl

"Die Schülerinnen denken sich in Prechtl selbst hinein", sagte Oberbürgermeister Michael Cerny bei der Vernissage im Stadtmuseum. Mädchen aus den Dr.-Johanna-Decker-Schulen haben sich im Kunstunterricht mit dem aus Amberg stammenden Künstler Michael Mathias Prechtl beschäftigt. "Schule macht Prechtl - A Tribute to Michael Mathias Prechtl" heißt die Ausstellung, die daraus entstand und nun eröffnet wurde. Die Werke sind bis Mittwoch, 21. September, zu sehen.

Die Idee zu diesem Projekt hatte Jana Strobl während eines Praktikums im Stadtmuseum. Die Studentin der Kunstgeschichte sprach mit ihren ehemaligen Lehrerinnen Veronika Thomann und Gertrud Räß von den Dr.-Johanna-Decker-Schulen, "und es war schnell klar, dass wir etwas zusammen über Prechtl machen wollen", erzählten die beiden. 16 Klassen der Realschule und des Gymnasiums beteiligten sich. Dafür hat sich jeder Jahrgang im Stadtmuseum über den Künstler informiert und anschließend im Kunstunterricht zu einem Thema gewerkelt. Entstanden sind in Anlehnung an Prechtl Tier- und Charakterbilder, illustrierte Sprichwörter, Karikaturen, kritische Plakate zu bayerischen Festen, Cover für das Magazin "Der Spiegel" und Gemälde zu antiken Mythen. Eine andere Zeichnung verbildlicht die Redewendung "wie Fuchs und Hase". Von ihrem Vorbild inspiriert, stellten die Schülerinnen mit grünen Handabdrücken Laub dar. Bei den Karikaturen staunte so mancher Betrachter nicht schlecht, kannte er die Berühmtheit bisher doch gar nicht. Für die Zeitschriften-Cover der 10. Jahrgangsstufe setzten sich die Jugendlichen meist mit ernsten Themen wie dem Brexit oder "Die Stadt Paris zwischen Modenschau und Attentat" auseinander. Auch Prechtl hatte schon eine ganze Reihe von "Spiegel"-Titelseiten entworfen.

In ihrer Rede dankte Thomann unter anderem den Mitarbeitern im Stadtmuseum: "Wir durften immer rein, auch zu Unzeiten wie Montag, 8 Uhr - und immer kostenlos." Museumsleiterin Judith von Rauchbauer lobte Strobl und die Schulen für die gute Zusammenarbeit. "Die Schülerinnen haben Prechtl wunderbar umgesetzt", sagte sie bei der Vernissage. Die Ausstellung "Schule macht Prechtl - A Tribute to Michael Mathias Prechtl" im Stadtmuseum läuft bis 21. September. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag, 11 bis 16, Samstag und Sonntag, 11 bis 17 Uhr.
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