Sommerkonzert im Zeichen Max Regers
Abend voller musikalischer Raffinesse

Maria-Anna Feldmeier-Zeidler (vorne), Musiklehrerin am Max-Reger-Gymnasium, hatte sich mit Christof Weiß und Katrin Klose zwei ehemalige Absolventen des Max-Reger-Gymnasiums in den Probenraum und auf die Bühne geholt. Mit dem Schulorchester vertonten sie Reger-Werke und machten sie zu zeitgenössischer Kunst. Bild: Steinbacher
Kultur
Amberg in der Oberpfalz
23.06.2016
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Im dritten Sommerkonzert des Max-Reger- Gymnasiums reicht die Palette der erlesenen Darbietungen vom Solostück bis zum Auftritt der Big Band. Welch musikalische Vielfalt!

Von Reinhold Tietz

Amberg. Hoffnungsvoll klang das erste Musikstück des Abends im komplett gefüllten Stadttheater. Aus dem Zyklus "Vier Jahreszeiten" op 8 von Antonio Vivaldi ertönte das "Allegro" des Konzerts "Der Frühling".

Franziska Rosemann (Q12) spielte ein souveränes Solo. Das Streichorchester der Schule begleitete dezent. Exakt und stets auf Tonschönheit bedacht dirigierte Maria-Anna Feldmeier-Zeidler diese und die beiden folgenden Musiknummern. Diese beiden nächsten Stücke für Orchester stammen von Max Reger, dessen 100. Todesjahr heuer gedacht wird, und der Namensgeber der Schule ist. Zunächst wurde sein "Lyrisches Andante" in einem Arrangement für Streichquartett, das den musikalischen Charakter nicht veränderte, vorgestellt. Es schlossen sich fünf Nummern aus der Klaviersammlung "Lose Blätter" op 13 an. Katrin Klose und Christof Weiß, zwei ehemaligen MRG-Schülern, hatten sie für Instrumente bearbeitet (wir berichteten).

Feierlich getragen erklang die "Sarabande" für Klavier und Akkordeon, Streicher und Bläser brachten die Tonsequenzen des "Moment Musical" zum Klingen, tiefsinnige Gedanken trug das Klavier im Stück ohne Titel vor, das Scherzo zog im Orchester lebhaft tänzerisch vorbei. Den Schluss bildete der feierlich vom Orchester vorgetragene "Choral".

Sowohl die schnellen wie auch die langsamen Sätze wiesen auf, wie gut die Bearbeitung gelungen ist. Feldmeier-Zeidler zeigte auch hier ihre Fähigkeit, den Sinn eines Stücks herauszuarbeiten. Weitere Werke von Max Reger folgten. So "Moment musical" op 44/5, einfühlsam auf dem Klavier gespielt von Vera Beschorner (Q12), oder "Albumblatt Es-Dur" und "Tarantella g-moll" für Klarinette und Klavier. Es spielten akkurat Jakov Galperin (Q12) und Natalia Levitskaja. Schließlich trug das Streichquartett der Schule die "Romanze a-moll" vor. Franziska Rosemann (Q12) und Konstanze Frauendorfer (9c) spielten Violine, Ronja Rosemann (9b) Viola und Daniel Galperin(Q11) Violoncello. Diese Musiker widmeten sich auch "The Magnificent (Seven) Six" von Elmar Bernstein und zeigten nach Reger ebenso problemlosen Umgang mit zeitgenössischem Musikkonzept. Der berechtigte Beifall fiel deshalb heftig aus.

Nach der Pause gab es erst Klavier- und Kammermusik. Louisa von Weikersthal (Q12) spielte tonschön das "Allegro moderato" aus der "Sonate c-moll" KV 330 von Wolfgang Amadeus Mozart, Amelie Klug (Q12) und Elena Lichtmann trugen die "Elegie c-moll" von Gabriel Fauré vor, wobei die Cellistin Klug noch dazu auswendig ihren Part gestaltete. Benedikt Kneißl (Q12) spielte den "Juni" aus den "Jahreszeiten op 37a" für Klavier von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, Carina Nawabi (Q12) den "Tanz aus Wagarschapat" von Arno Babadschanjan" fürs gleiche Instrument. Chorgesang folgte. Die 42 Mädchen und 24 Jungen des Chor- und Vokalensembles der Schule gestalteten leicht swingend "And So It Goes" von Billy Joel. In raschen Tonfolgen erklang "Jetzt und hier" von Daniel "Dän" Dickopf.

"Run to you" von Pentatonix wurde im Sitzen und vornehmlich mit blauer Bühnenbeleuchtung als Gesang der Sehnsucht vorgetragen. Jason Mraz hat "I"m yours" komponiert. Es setzte die vorherige Stimmung in rhythmisch markanten Tonfolgen fort. Michaela Treese leitete souverän die Gesänge.

Schließlich betrat die Big Band das Podium und spielte "Sing, Sing, Sing" von Louis Prima, "Son of a preacher man" von Hurley/Wilkins und "You are the sunshine of my life" von Stevie Wonder. In den beiden letzten Stücken sang Jana Zinnbauer (9a) berührende Soli. Thomas Prechtl leitete das Ensemble, die 14 Jungen und 7 Mädchen, souverän in Takt und Klang bei allen Anforderungen. Auch die volle Lautstärke kam gut rüber.

Nach einer Zugabe ging ein Abend voller musikalischer Raffinesse zu Ende und bewies wiederum das große Engagement des Max-Reger-Gymnasiums in puncto Musik.
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