Sonderausstellung im Luftmuseum zeigt "Baulaib, ohne Lügen und Verspieltheit"

Im Luftmuseum Amberg ist bis 24. Januar die Sonderausstellung "Walter Gropius - Glaswerk Amberg - Fotografien von Erich Spahn" zu bestaunen. Die "Glaskathedrale" in Amberg wurde 2015 nach vielen Jahren erstmals umfassend fotografisch dokumentiert. Eine "Baudokumentation" mit Texten von Ira Diana Mazzoni ist neu erschienen und kann in der Ausstellung erworben werden. Darin heißt es unter anderem: "Wenn das 100 Meter lange Beton-Giebeldach aus der grünen Talsenke auftaucht, ist man überrascht: geschockt von der radikalen Klarheit der seriellen Form und seiner architektonischen Souveränität im Niemandsland. Das ehemalige Thomas-Glaswerk in Amberg ist der mächtige Schlussstein, den der Bauhausgründer Walter Gropius ans Ende seiner Karriere setzte, die 1911 mit dem Bau der Schuhleistenfabrik Fagus in Ahlfeld begonnen hatte. Während sein erster Industriebau Legende ist, gehört die Oberpfälzer Glashütte zu den beinahe vergessenen Werken, obwohl sie alle Tugenden des neuen Bauens besitzt: ,Die Hütte' ist jener klare organische Baulaib ..., nackt und strahlend aus innerem Gesetz heraus ohne Lügen und Verspieltheiten. Wie bei den meisten seiner Nachkriegsbauwerke hatte Gropius in Amberg eng mit Alex Cvijanovic zusammengearbeitet ..." Die Glasfabrik (Rosenthalstraße 12) ist bis heute eine der ungewöhnlichsten und architektonisch überzeugendsten Industriebauten der Bundesrepublik und eins der jüngsten Baudenkmäler Bayerns. Bild: Spahn
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