Thema „Karl IV. und die Oberpfalz“ zeigt, was das Staatsarchiv Amberg leisten kann
Auf den Spuren eines Kaisers

Sie präsentierten zum Tag der Archive im Staatsarchiv Amberg neben den Vorträgen zum Thema "Kaiser Karl IV. und die Oberpfalz" auch Originalstücke aus dem eigenen Fundus (von links): Dr. Daniel Burger, Leiterin Dr. Maria-Rita Sagstetter, Jochen Rösel und Bernhard Fuchs. Bild: Hartl

Ruhe ist sonst im Staatsarchiv oberste Bürgerpflicht. Doch manchmal kommt auch richtig Leben rein. Wie beim Tag der Archive, als das Motto "Kaiser Karl IV. und die Oberpfalz" großes Interesse generierte. Vortragssaal und Gruppenführungen waren voll besetzt. Archivleiterin Dr. Maria-Rita Sagstetter unterstrich, dass das Staatsarchiv nicht nur rückwärtsgewandt historische Unterlagen verwahre, sondern sich auch um die Übernahme von Schriftgut gegenwärtiger Behörden und Gerichte kümmere. Nur so sei gewährleistet, dass künftige Forscher auch über unsere Zeit einmal Material vorfinden.

Kaiser Karl IV. (Regierungszeit 1346-1378), der bedeutendste Kaiser des Spätmittelalters, stand im Zentrum dreier Vorträge. Archivar Jochen Rösel stellte Quellen aus dem Staatsarchiv Amberg zu dem römisch-deutschen König und Kaiser vor, der zugleich König von Böhmen war. In einer kleinen Ausstellung wurden dazu ausgewählte Originalstücke präsentiert. Archivdirektorin Sagstetter referierte zum Leben Karls IV. und seinen politischen Ambitionen, speziell zum "neuböhmischen" Gebiet mit dem Herrschaftsschwerpunkt Sulzbach bzw. Auerbach. Historiker Bernhard Fuchs beleuchtete die Stadtpolitik Karls IV. in der Oberpfalz. Archivar Dr. Daniel Burger stellte das Internet-Portal www.portafontium.eu vor. Die Besucher erhielten bei Führungen die Gelegenheit, normalerweise nicht zugängliche Bereiche des Staatsarchivs zu betreten.
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