Trickkünstler Kalibo begeistert sein Publikum im Musikomm
Wenn der Zauberer flotte Sprüche klopft

Zauberer Kalibo ließ sich mit dieser Zwangsjacke wie ein Rollbraten verschnüren. Er wollte sich dann unter Wasser daraus befreien. Das Entfesseln gelang ihm - er vergaß jedoch das Glas Wasser, das er sich über den Kopf schütten wollte, damit er quasi "unter Wasser" war. Bild: tat
Kultur
Amberg in der Oberpfalz
12.04.2016
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Wie hat er das nur gemacht? Das fragten sich fast alle 100 Zuschauer bei Kalibos Zaubershow im Musikomm. Der Trickkünstler gab darauf gern eine Antwort - allerdings auf seine ganz eigene Art.

Er präsentierte am Freitagabend zwar keine zersägten Jungfrauen oder den berühmten Hasen, den er aus seinem quietsch-orangefarbenen Zauberhut gezogen hätte. Dafür hatte er aber jede Menge Karten, Bälle, Becher, Obst und Comedy dabei. Kalibo beherrschte dabei nicht nur seine Tricks, sondern auch das Spiel mit dem Publikum und sorgte mit dieser Mischung für mehr als nur gelegentliche Lacher.

Wer ganz vorne saß, konnte sich doppelt freuen. Der Zauberer aus dem Saarland rekrutierte nämlich immer wieder Zuschauer aus der Mitmachreihe für seine Darbietungen. Doch auch weiter hinten war niemand vor einem mehr oder weniger freiwilligen Bühnenauftritt gefeit. Insgesamt lag dem 39-Jährigen sein bunt gemischtes Publikum sehr am Herzen. "Ich möchte, dass Sie heute Abend nach Hause gehen und jeden Trick beherrschen", sagte er etwas übertrieben. Der Berufszauberer gab sich aber wirklich einige Mühe, zu erklären, wie man es zum Beispiel schafft, dass ein Seil plötzlich drei Enden hat. Doch damit stiftete er natürlich beabsichtigt so viel Verwirrung, dass am Schluss keiner mehr wusste, wie ihm geschah. Denn das Seil hatte tatsächlich drei Enden, wahlweise vier oder auch mal gar keine. Seine Mitmach-Zuschauer prüften das verwendete Utensil oder sollten mitzählen und genau hinschauen, aber es half nichts - keiner kam wirklich dahinter.

Gewürzt mit lockeren Sprüchen und begleitet von Konfetti aus der Hosentasche, servierte Kalibo den Besuchern eine schöne Stand-up-Comedy-Zaubershow, verblüffte und veräppelte zu gleichen Teilen, nahm sich selbst auf die Schippe und baute gefährlich aussehende Tricks wie die "Zwangsjacke des Todes" ein.

Selbstverständlich blieb alles Illusion und der Magier lüftete in keinster Weise wirklich das Geheimnis seiner Kunst. Wie viel davon jeder mit nach Hause nehmen wollte, überließ Kalibo am Schluss den Besuchern selbst. Als Zugabe präsentierte er ein Kartenspiel mit einer einzelnen umgedrehten Karte. Jeder sollte sich vorstellen, um welche Karte es sich handeln könnte. Kalibo forderte eine Zuschauerin auf, ihren Tipp laut mitzuteilen: Karo 7.

Der Zauberer steckte dann seine Spielkarte einfach in ein Weinglas, mit dem Bild nach hinten und verließ die Bühne unter großem Applaus. Somit war es jedem selbst überlassen, zu prüfen, ob es tatsächlich die Karo 7 war, die sich die Zuschauerin ausgesucht hatte. Aber egal, ob man es einfach glaubte oder skeptisch nachschaute, es blieb diese eine Frage: Wie hat er das nur gemacht? Kalibos Antwort würde lauten: Gut.
Wer will schon eine Frau zersägen? Das verdoppelt das Problem.Zauberer Kalibo glänzte zu seinen Tricks auch mit witzigen Sprüchen
Weiden: Ja, das kennt man hier wohl. Da stehen bei uns aber die Kühe.Kalibo zu seinem Wohnort Max-Reger-Stadt
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