Volksmusik-Spektakel am Ostermontag in Amberg
Musikalisches Osternest

Das Duo "Zwiadfach" (Christina Ertl aus Edelsfeld und Markus Moosburger aus Deining) sorgte mit Schnodahipfln für Stimmung im Saal.

Die Freunde der Volksmusik finden ihr Ostergeschenk jedes Jahr im Kongresszentrum. Auch heuer stimmten dort Sänger und Musikanten aus der Region auf das beginnende Frühjahr ein.

(brü) Ostermontag und traditionelle Volksmusik gehören mittlerweile zusammen: Seit 2007 ist das Amberger Singen und Musizieren fester Bestandteil des Kulturlebens in der Stadt. Auch in diesem Jahr hatte das Kulturreferat in Zusammenarbeit mit den Oberpfälzer Volksmusikfreunden ein unterhaltsamen Spätnachmittagsprogramm im Kongresszentrum organisiert. Konzipiert von Kreisheimatpflegerin Martha Pruy stand das Singen unter dem Motto "Aassinga, dablecka und a Muse dazou". Traditionelle Oberpfälzer Volksmusik mit frechen Schnodahipfln, zünftigen Wirthausliedern und schneidigen Couplets standen dabei im Mittelpunkt. Richard Lengfelder aus Raigering führte charmant und humorvoll durch das rund zweieinhalbstündige Programm. Zur flotten Kirwa- und Tanzbodenmusik schwangen auch einige Gäste das Tanzbein.

Musikalische Reise durch Altbayern

"Zwiadfach" (Markus Moosburger und Christina Ertl) eröffnete die musikalische Reise durch Altbayern mit bekannter Kirwamusik wie dem Lied "I ho amal a Moidl ghabt". Die beiden präsentierten diverse Gesangs- und Instrumentalstücke und ernteten viel Applaus vom Publikum. Ostermontag und traditionelle Volksmusik gehören mittlerweile zusammen: Seit 2007 ist das Amberger Singen und Musizieren fester Bestandteil des Kulturlebens in der Stadt. Bilder von Andreas Brückmann

"Bös bin i niad"

Das Ensemble "Gsoucht und Gfuna" hat sich ebenfalls traditionelle Kirwamusik auf die Fahne geschrieben. Ergänzt durch Gesangseinlagen präsentierten die aus verschiedenen Orten der Region stammenden Blasmusiker ein Programm, welches die Tänzer reihenweise vor die Bühne lockte. Kapellensprecher Roland Ertl freute sich besonders, dass die althergebrachten Paartänze Dreher und Zwiefache großen Anklang fanden. Die oberbayerische Komponente des Nachmittags übernahmen die "Stianghausratschn". In München geboren, in Amberg mit Gitarre bewaffnet, ging Rosi Spielberger solo mit selbst geschriebenen Stücken auf die Männerwelt los. "Bös bin i niad", versicherte sie. "Bei de Manna sag i einfach d' Wahrheit!" Die Oberbayerin zog ungeniert über die Männer her, sei es beim Lied über die unzähligen bayerischen Spitznamen, über das Schnarchen ihres Gatten oder über ihren Sohn, der bei jeder Gelegenheit sagt: "Chill mal Mamma".

Preisgekrönte Musikunterhaltung

Mit den "Fexern" fand der Abend einen würdigen Abschluss. Die drei Musikanten bezeichnen ihr Ensemble als "wahrscheinlich kleinste Blaskapelle der Welt". Seit acht Jahren spielen Sophie, Alex und Daniel zusammen Blechblasinstrumente. Sie wurden dafür bereits mit dem Zwieseler Fink, einem der bekanntesten Volksmusikpreise Bayerns, ausgezeichnet. Diesen erhielten sie für ihre Interpretation des Maxglaner Zigeunermarsches mit Tuba, Trompete und Kuhlohorn, den sie dem Amberger Publikum natürlich nicht vorenthielten. Am Ende gab es viel Beifall für ein rundum gelungenes Gesamtprogramm.
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