Werke Oberpfälzer Komponisten gespielt
Max Reger darf nicht fehlen

Ein erstklassiges Konzert - vorwiegend mit Werken Oberpfälzer Komponisten - boten Mezzo-Sopranistin Rita Kapfhammer und Kirchenmusiker Alexander Pointner in der Ammersrichter Pfarrkirche St. Konrad. Bild: u

Ammersricht. Fällt das Stichwort Oberpfälzer Komponisten, kommt vielen spontan der Name Max Reger in den Sinn. Dass es weitere bedeutende, aus der Region stammende Musikschaffende gibt, bewiesen Kirchenmusiker Alexander Pointner und Mezzo-Sporanistin Rita Kapfhammer mit ihrem Konzert in der Ammersrichter St.-Konrad-Kirche. Sie glänzten auch mit Werken des in Roding geborenen Marianus Königsperger und des Regensburgers Joseph Renner. Die gut 100 Besucher erlebten ein erstklassiges Konzert.

Kapfhammer, Solistin am Staatstheater Dessau, verzauberte mit ihrer warmen Stimme. Pointner, Kirchenmusiker in Lenggries, demonstrierte beim Begleiten auf der Orgel die zarten Streicherstimmen. Zum Programm gehörten auch Solostücke, mit denen er den Facettenreichtum der exzellenten Sandtner-Orgel präsentieren konnte. Eröffnet wurde das einstündige Konzert mit der Kantate "Am 3. Weihnachtstage" von Georg Philipp Telemann, bei der Kapfhammer die schnellen Koloraturen leicht und sicher meisterte. Es folgten die Arie "O Maria sei gegrüßet" von Marianus Königsperger, eine "Pastorella" von Joseph Haydn, ein "Präludium für die heilige Weihnachtszeit" von Johann Baptist Schiedermayr sowie die Stücke "Heil'ge Nacht", "Ave Maria" und "Ich bin des Herrn" von Joseph Gabriel Rheinberger.

Das Präludium aus der "Suite für Orgel" des Regensburger Organisten Joseph Renner (1868-1934) geriet zu einem echten Höhepunkt. Alexander Pointner hatte es als ein "etwas schwerer zu hörendes Stück" angekündigt, das er dennoch spielen wolle, um die Orgel in ihrer vollen Klangschönheit auszuspielen. Genau dies gelang ihm vortrefflich. Das Werk stellte sich allerdings doch als leichter zu hörendes Werk heraus.

Im Repertoire durfte Max Reger nicht fehlen. Deshalb wurde auch sein "Mariä Wiegenlied" dargeboten. Imposanter Schlusspunkt des gelungenen Konzerts war das festliche "Exaltao te" von Giuseppe Giordani.
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