Wiener Cello-Ensemble mit fünf Männern und einer Frau gibt klassisch-heiteres Konzert
5+1 macht Liebesfreud und -leid

Milan Karanovic, Joanna Sachryn, Florian Eggner, Professor Gerhard Kaufmann, Sebastian Bru und Bernhard Naoki Hedenborg (von links) sind das Wiener Cello-Ensemble 5+1, das am Freitag, 16. Januar, um 19.30 Uhr im Stadttheater mit einem besondern Konzertabend gastiert. Das Programm reicht von klassisch bis unterhaltsam und heiter. Für Letzteres sorgt auch ein Erzähler auf der Bühne. Bild: Steffi Xie - Asian Arts Collections Shanghai
5+1=6. So haben wir es in der Schule gelernt. In diesem Fall aber steht 5+1 für fünf erstklassige Cellisten, drei davon aus den Reihen der Wiener Philharmoniker, sowie eine nicht minder erfolgreiche Cellistin und für einen langersehnten Wunsch, den sich Professor Gerhard Kaufmann mit diesem Ensemble erfüllt hat. Mit dem Wiener Cello-Ensemble 5+1 möchte er neue Wege im traditionellen Konzertbetrieb gehen. Wie das klingt, ist am Freitag, 16. Januar, um 19.30 Uhr im Stadttheater zu erleben.

"Liebesfreud, Liebesleid - eine Alltagsgeschichte" ist der außergewöhnliche Abend betitelt, der mit Werken von Vivaldi, Tschaikowsky und Brahms bis hin zu Eduard Strauss, Fritz Kreisler und den Comedian Harmonists aufwartet. Darin liegt laut städtischem Kulturreferat die besondere Spezialität des Ensembles: "Bei der Programmgestaltung sind die Musikstücke so aufeinander abgestimmt, dass sie eine Geschichte erzählen, die die Künstler nicht nur musikalisch, sondern auch szenisch fordert. So erklingen im ersten Teil klassische Werke. Der zweite Teil besteht vorwiegend aus sehr unterhaltsamen Stücken, die dem Publikum nicht nur musikalisch, sondern auch visuell oder durch heiter kommentierte, einführende Worte vermittelt werden und damit für gute Laune sorgen." Außerdem schafft die spezielle Zusammensetzung der Mitwirkenden - eine Frau und fünf Männer unterschiedlichen Alters und jeder für sich ein guter Solist - ein natürliches Spannungsfeld im Ensemble.

Hinter der ungewöhnlichen Formation steckt allen voran Gründer Prof. Gerhard Kaufmann, langjähriger Cellist im Dienste der Wiener Philharmoniker und weltweit erfolgreich mit verschiedenen Kammerensembles. Weiteres Mitglied ist Bernhard Naoki Hedenborg. Der ehemalige Schüler von Heinrich Schiff und György Kurtág ist neben seiner Tätigkeit für die Wiener Philharmoniker international mit zahlreichen renommierten Orchestern unterwegs und Leiter eines eigenen Musikfestivals in Japan. Dritter im Bunde ist Sebastian Bru, der ebenfalls auf eine rege internationale Konzerttätigkeit mit hochkarätigen Klangkörpern blickt.

Florian Eggner, vierter Mann im Sextett, gründete zusammen mit seinen beiden Brüdern das Eggner Trio, das eine Vielzahl internationaler Preise gewann. Darüber hinaus ist er gefragter Pädagoge, dessen Schüler viele Erfolge bei Wettbewerben haben. Als Letzter im Bunde ergänzt Milan Karanovic die Gruppe, der seit 2013 stellvertretender Solo-Cellist im Mozarteum Orchester Salzburg ist.

Komplettiert wird das Männerquintett von Joanna Sachryn. Mit 17 Jahren wurde sie bereits Solocellistin an der Stettiner Oper und gewann Preise bei zahlreichen nationalen Wettbewerben. Sie ist Cellistin des international renommierten Kölner Klaviertrios mit Konzerttätigkeit in Europa, Asien und Südamerika und musiziert als Solistin mit namhaften Orchestern. Außerdem gibt sie regelmäßig Meisterkurse und ist seit heuer Gastprofessorin an der Tongji-University in Shanghai.

Karten sind zum Preis zwischen 3 und 19 Euro in der Tourist-Information am Hallplatz (Tel. 10 233, Mail: tourismus@amberg.de) und an der Abendkasse erhältlich.
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