Zum 100. Todestag von Max Reger
Auch das MRG klinkt sich ein

MRG durch und durch: Der Oscar der internationalen Filmwelt heißt in dem musischen Amberger Gymnasium frei nach dessen Namensgeber "Maxi". Die von dem Kunsterzieher Joachim Krieg gestaltete Skulptur wird verdienten Kollegen verliehen, wenn sie in Pension gehen. Bild: Steinbacher

Schwer zu spielen, schwer zugänglich. Das haftet vielen Werken und dem Menschen Max Reger an. Der Komponist nahm es mit einem Schuss Selbstironie, sprach von "Sturm- und Trankjahren" als einer Lebens- und Schaffensphase. Es gibt Anlass, ihn zu feiern.

Max Reger hier, Max Reger dort. Es geht um den 100. Todestag des Komponisten. Im thüringischen Sondershausen wird eine Max-Reger-Halle eingeweiht, dazu gibt es gleich noch eine neue Büste. Leipzig widmet dem Komponisten zum 100. Todestag eine ganze Festwoche, in Weiden gibt es eine Konzertreihe ihm zu Ehren. Was hat der Dorfschullehrer-Sohn Max Reger (1873-1916), geboren im oberpfälzischen Brand, aufgewachsen in Weiden, eigentlich mit Amberg zu tun?

Er war hier


Im August 1889 hat Reger die Aufnahmeprüfung im Königlichen Lehrerseminar - bezeichnenderweise dem heutigen Max-Reger-Gymnasium (MRG) - abgelegt und in allen Fächern mit der Note 1 bestanden. Trotzdem konnte er sein Vorhaben, Musiker zu werden, gegen den Widerstand seines Vaters durchsetzen. Schließlich hatte er bewiesen, dass ihm der Lehrerberuf offen stünde. Mit Unterstützung seiner Mutter und seines Orgellehrers durfte er dann doch den Weg eines Musikers gehen, und, wie sich letztendlich herausstellte, den eines großartigen Komponisten, Dirigenten, Pianisten und Kompositionslehrers.

Heute ein Reger-Profi


Reger kehrte sogar für zwei Tage noch einmal nach Amberg zurück: Am 30. und 31. August 1904 gab er im Stadttheater, anlässlich der XII. Oberpfälzischen Kreislehrerversammlung zwei Konzerte. Das reicht gleich mehrfach für das Max-Reger-Gymnasium aus, seinen Namensgeber in dessen Gedenkjahr ebenfalls zu würdigen. Am Mittwoch, 9. März, um 19.30 Uhr gibt es im Festsaal der Schule, die als musisches Gymnasium zugleich noch eines der wenigen staatlichen Internate umfasst, ein öffentliches Konzert. Die Moderation übernimmt Dr. Stefanie Steiner-Grage, eine Mitarbeiterin des Max-Reger-Instituts in Karlsruhe und ehemalige MRG-Schülerin. Ein Begleitprogramm dazu thematisiert am Vormittag "Wissenswertes und Geschichten zu Max Reger" für die 7., 8. und 9. Klassen der Schule. Steiner-Grage wird unter anderem auch aus dem Nähkästchen einer Musikwissenschaftlerin plaudern.

Kindgerecht präsentiert


Im April stellen MRG-Schüler der Jahrgangstufen 8 bis 12 unter dem Motto "Wer ist Max Reger" mit Klaviermusik, Theater und Lesungen den Komponisten für Grundschüler vor. Am Samstag, 16. April, dem üblichen Informationstag des musischen Gymnasiums, gibt es anlässlich des 100. Todestages des Namensgebers unter anderem auch verschiedene Kunstausstellungen und konzertante Beiträge.

"Max Reger und die Orgel", das ist das Thema im Mai. Die Orgelwerke des Komponisten sind anerkanntermaßen schwer zu spielen und zählen in der Regel zur Königsdisziplin eines Organisten. Einblicke in dieses Schaffen sowie die Entwicklung der "Königin der Instrumente" bekommen MRG-Schüler bei mehreren Orgelführungen.

Zwei Regerianer


Das Sommerkonzert des Reger-Gymnasiums am Donnerstag, 16. Juni, im Stadttheater präsentiert ebenfalls Werke des Komponisten in Original- sowie bearbeitetene Fassungen. Einer der Höhepunkte wird dabei eine Uraufführung sein: Die zwei ehemaligen Schüler Christof Weiß (Abitur 2006) und Katrin Klose (2009), beide haben Musikhochschulen im Fach Komposition abgeschlossen, instrumentieren Teile aus den Klavierstücken "Lose Blätter", op. 11" von Max Reger, und verbinden diese Stücke mit Zwischenspielen, Reflexionen aus der Feder mit jeweils eigener Couleur. Beide Komponisten sind Amberger Kulturförderpreisträger 2011 und 2015 (weitere Informationen zu beiden Komponisten: www.max-reger-gymnasium.de). Und was Sondershausen mit seiner neuen Max-Reger-Büste kann, hat das MRG schon seit einigen Jahren in petto: als "Maxi", eine Skulptur, angelehnt an die Oscar-Trophäe. Geschaffen hat sie der Kunstlehrer des Hauses, Joachim Krieg. "Maxi" wird verdienten Kollegen verliehen, wenn sie ihren Ruhestand antreten. Wer sich informieren will, wo sich Amberg anlässlich des 100. Todestages des wegweisenden Komponisten einordnet, kann hier nachschauen:

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Weitere Informationen:

www.reger2016.de/map/.
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