Zwei Konzerte im Festsaal des Max-Reger-Gymnasiums
Freude an der Musik zu hören und zu spüren

Das Streichquartett mit Theresa Frauendorfer, Antonia Keppler, Franz Schottenheim und Theresa Urban bot "Bradford Water" von Pam Wedgewood.
 
Die Klänge der Schreibmaschinen (im Bild Jonas Hummel und Marina Simon) fügten sich perfekt ein. Schulstreicher und Orchester wirkten bei "The Typewriter" im Festsaal ebenfalls mit. Bilder: Wolfgang Steinbacher (2)

Traditionell wartet das Max-Reger-Gymnasium im Frühsommer mit drei Konzerten auf. Wie jedes Jahr fanden die ersten zwei Termine im Festsaal statt. Für den dritten im Theater folgt ein separater Bericht, da 2016 anlässlich des 100. Todesjahres von Max Reger für die Schule ein besonderes Jahr ist.

Von Maria Anna Feldmeier-Zeidler

Amberg. Das erste Konzert war laut einer Mitteilung des MRG geprägt von solistischen Beiträgen auf Saiteninstrumenten. Am Violoncello brillierte Theresa Urban, am Klavier begleitet von Christina Bader (beide 9c). Lisa-Maria Geitner (9c) an der Violine und Antonia Schlosser (Q 11/ Klavier) folgten mit einer Sonate von Leclair. Laura Peter (Violine) und Doris Schwager am Klavier, beide ebenfalls 9c, gestalteten schwungvoll den Ungarischen Tanz von August Nölck.

Anschmiegsame Stimme


Virtuose Beiträge auf der Geige lieferten auch Teresa Kederer (6a) in einem Satz des G-Dur Konzerts von Vivaldi und Theresa Frauendorfer (8c) mit einem Konzertsatz von Friedrich Seitz, begleitet von ihrem Bruder Andreas (9c). Ein Gitarrenquartett boten David Haas (8b), Philipp von Ciriacy-Wantrup und Lena Ibler (beide 8c) sowie Dominik Raschke (Q 11). Hier einzureihen ist auch der Song "Faded", gut intoniert und mit einer anschmiegsamen Stimme dargeboten von Naszli Aliyzada aus der 6c.

Der Unterstufenchor eröffnete unter der Leitung von Studiendirektor Wolfgang Herrneder den Konzertreigen. Wer kennt nicht die Geschichte von Mogli und seinen Freunden aus dem Dschungelbuch? Naszli Aliyzada erzählte sie, begleitet von Bildern aus dem Film. Der Chor begeisterte mit lupenreinem, mehrstimmigem Gesang, Freude an Überraschungselementen und stimmlichen Gags, am Klavier meisterhaft geführt von Wolfgang Herrneder.

An der Schreibmaschine


Den Schlusspunkt des ersten Konzerts setzten die Schulstreicher. Ulrike Straub, die das Orchester leitet, hatte sich wieder etwas Besonderes einfallen lassen. Nachdem die jungen Musiker "Over the Rainbow" musiziert hatten, entführten sie die Zuhörer in eine Schreibstube der 50er-Jahre. Im "The Typewriter" von Leroy Anderson bereicherten zwei Schreibmaschinen mit ihrem Tipp-Rhythmus und Klingelmechanismus den Streicherklang. Mit hör- und spürbarer Freude an der Musik entließen Chor und Orchester gemeinsam das Publikum. Als Gute-Nacht-Gruß ertönte "The Lion sleeps tonight".

Auch der zweite Konzertabend war abwechslungsreich. Mehrere Ensembles und Solobeiträge führten die Zuhörer durch die Musikgeschichte. Mit weitschwingenden Melodiebögen und einem runden Ton brachte Maximilian Meier (10d) auf der Klarinette die Spätromantik nahe. In diese Zeit ist auch der Komponist Ten Have einzuordnen, in dessen Allegro eine brillante Ronja Rosemann (9b) große Fingerfertigkeit auf der Violine zeigte.

Die Oma mit dabei


Ebenso technisch gewandt intonierte Katrina Heckmann (8c) das einzige Barock-Werk des Abends. Zu zweit am Flügel ließen Celine Schüll und Christoph Albertin (beide 9c) den Militärmarsch von Franz Schubert erklingen. Eine andere Variante von rhythmischer Furore zeigte Fabian Wagner aus der 10a. Sein Boogie riss die Zuhörer mit. Es seien auch echte Ausnahmetalente zu hören gewesen: Daniel Galperin (Q 11), begleitet von seiner Oma, einer ausgebildeten Pianistin, spielte einen Satz aus einer Brahms-Sonate, ein mit allen Schwierigkeiten gespicktes Werk. Für Daniel als Preisträger von "Jugend musiziert" kein Problem. Ebenso sind die Brüder Eric und Robin Engel (9b) herauszuheben: Sie erhielten im Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" den 2. Preis. Perfekt im Zusammenspiel und ausgereift musizierten sie Duos von Antoine de Lhoyer und Manuel de Falla. Als Tango-Trio mit der ungewöhnlichen Besetzung Violine, Gitarre und Cello überraschten Konstanze und Andreas Frauendorfer mit Theresa Urban (9c) positiv.

Aus den 30er-Jahren


Den Rahmen des Konzerts gestaltete ein Streichquartett, bestehend aus Theresa Frauendorfer und Antonia Keppler (Violine, 8c), Franz Schottenheim (7b) sowie Theresa Urban (9c), mit teils gefühlvoll und teils beschwingt gespielten, ins Ohr gehenden Melodien. Nach der Pause fanden sich die Zuhörer in den 30er-Jahren wieder: das Querflötenensemble unter der Leitung von Iwona Simonides, aus zwölf Schülern bestehend, spielte mit absoluter Prägnanz, Intonation und Stilsicherheit Salonmusikzeit aus dem 19. Jahrhundert.

Anders als im ersten Konzert, aber auch mit einem Ohrwurm, wurden die Zuhörer nach Hause geschickt. "Mister Sandman" war das letzte Stück des Sax-Reger-Ensembles. Die Leitung hatte Elke Beer. Schwungvoll, ins Herz treffend, wieder war in der gehörten Musik die Begeisterung der Schüler am gemeinsamen Musizieren zu spüren.
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