120 000 Mark für (fast) nichts
Angemerkt

Im Kopf hat es Stefan Lindenberger schon oft durchgerechnet und die Summe dabei nie vergessen. Der Auerbacher musste im Bauausschuss des Landkreises nicht lange überlegen, um es deutlich zu sagen: "Ich halte das für Verschwendung." Der Grünen-Politiker meinte damit die 120 000 Mark, die im vergangenen Jahrhundert auf Betreiben von Altlandrat Dr. Hans Wagner für eine nur selten als solche genutzte Bauernmarkt-Halle investiert worden waren.

Die Idee war aller Ehren wert, die Umsetzung allerdings ist grandios gescheitert. Der Bauernmarkt vor dem Rathaus ist konkurrenzlos gut und wird es auch bleiben. Das ist nicht überraschend. Die aktuellen Kreisräte und Landrat Richard Reisinger haben die Zeichen der Zeit erkannt, sich für einen Abriss des Prestigeobjekts entscheiden und keinen einfachen Weg eingeschlagen. Aus der Halle normale Parkplätze zu machen, wäre am bequemsten und am günstigsten gewesen. So aber wird Geld für ein Projekt ausgegeben, das hierzulande als Vorbild dienen kann: Kunden und Mitarbeiter können gleichermaßen ihre Autos mit Strom betanken. Das passt zur Landkreispolitik und ist für die heuer gekürte Öko-Modellregion Amberg-Sulzbach ohnehin ein Muss. Im Jahr 2030 wird wohl niemand den Mund aufmachen und von Verschwendung reden. Im Gegenteil. Wahrscheinlicher dürfte dieser Vorwurf sein: Warum wurde bis 2015 gewartet?



Polizeibericht Ein Radler mit 2 und 1,9 Promille

Amberg. (san) Der Streit eines Pärchens in Krumbach rief am Montag kurz nach 19 Uhr die Polizei auf den Plan. Ein 51-Jähriger und seine Freundin waren sich in die Haare geraten. Nachdem die Beamten den Streit geschlichtet hatten, wollte der Mann per Fahrrad in die Innenstadt. Da er erheblich unter Alkoholeinfluss stand, musste er sich einem Test unterziehen: Knapp zwei Promille zeigte der Alkomat an - die Fahrt mit dem Rad war somit zu Ende, bevor sie begonnen hatte.

Am Dienstag gegen 1.40 Uhr fiel der 51-Jährige derselben Streifenbesatzung auf, die am Tag zuvor schlichtend eingegriffen hatte. Der Mann war mit einem anderen Rad auf der Regensburger Straße unterwegs. Bei der Kontrolle machte sich sofort die Alkoholfahne des 51-Jährigen bemerkbar. Er hatte 1,9 Promille im Blut. Somit war auch diese Fahrt vorbei. Damit er nicht wieder betrunken auf das Fahrrad stieg, kam der Mann in die Ausnüchterungszelle. Seinen Führerschein konnte die Polizei nicht sicherstellen, da er gar keinen hat.
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