31 Jugendliche kommen vorerst im Jugendzentrum unter
Dach überm Kopf für elternlose Flüchtlinge

JuZ-Mitarbeiter Jan-Georg Joppich (links) und Jugendpflegerin Katrin Cislaghi bereiteten die Räume vor. Geschlafen wird erst einmal in Stockbetten. Bild: Huber
Der Zustrom an Flüchtlingen zwingt zu unkonventionellen Lösungen: Um 31 jugendliche Asylsuchende, die ohne Eltern nach Deutschland gekommen sind, unterzubringen, hat die Stadt am Dienstag im Jugendzentrum (JuZ) Klärwerk eine Notunterkunft eingerichtet.

Die Jugendlichen im Alter von 10 bis 17 Jahren stammen aus Afghanistan und waren an der österreichischen Grenze im Raum Passau aufgegriffen worden. Wie Jugendamtsleiter Richard Donhauser erläuterte, habe sich die Stadt schon seit einiger Zeit für den Fall gewappnet, überraschend zusätzliche Flüchtlinge aufnehmen zu müssen. Dank einer schnellen Bettenlieferung durch die Feuerwehr sei das JuZ innerhalb kürzester bewohnbar gemacht worden. Vorgesehen ist, dass die Flüchtlinge voraussichtlich bis Anfang Juli im Alten Klärwerk bleiben und anschließend in die bis dann zur Verfügung stehenden Wohnungen umziehen können. 16 der minderjährigen Flüchtlinge sollen im Landkreis unterkommen, für die weiteren 15 Jugendlichen sollen Unterkünfte im Stadtgebiet gefunden werden. Bereits heute beginnt ein Deutschkurs. Das Jugendzentrum hat bis auf Weiteres sämtliche geplanten Veranstaltungen abgesagt.
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