34 Betonpfeiler für neue Brücke

Aus Thüringen ist dieser Bohrer angerückt. Er gräbt die Löcher für die 34 Betonpfeiler, die der neuen Brücke am Kreuzungspunkt der Bundesstraßen 85 und 299 einmal Halt geben. Die Arbeiter müssen bis zu 15 Meter in die Tiefe bohren, um die tragfähige Schicht zu erreichen. Bild: Hartl

Mitten im Schmetterling laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren. Spezialbohrer heben gerade die Löcher für die Betonpfähle aus, die der neuen Brücke einmal Halt geben. Im Bett des Fiederbaches müssen sie tief graben.

Nichts hält den Bohrer auf, auch wenn er hin und wieder etwas ruckelt: Zentimeter für Zentimeter wühlt er sich unter ohrenbetäubendem Lärm ins Erdreich - bis zu 15 Meter tief. So weit müssen die Arbeiter einer thüringischen Spezialfirma graben, damit der Betonpfeiler festen Untergrund erreicht. 34 solcher Pflöcke sind nötig, um der neuen Brücke, die am Kreuzungspunkt der Bundesstraßen 85 und 299 entsteht, Halt zu geben.

"Wir haben es hier mit relativ weichem Boden zu tun", erklärt Bauoberrat Stefan Noll vom Staatlichen Bauamt. In den Talniederungen des Fiederbaches müsse man eben eine Weile graben, um auf tragfähige Schichten zu stoßen. Auch die Vorgänger-Brücke war auf Betonpfeilern gegründet. Die Pfeiler am nördlichen Widerlager sind bereits betoniert, aktuell laufen die Bohrungen in der Mitte der Brücke. Das südliche Widerlager soll bis Mitte November fertig sein. "Wir liegen gut in der Zeit", resümiert Noll. "Aktuell sind wir sogar eine Woche früher dran, als geplant." Insgesamt gießen die Arbeiter allein für das Fundament 600 Tonnen Beton in den Boden.

Das ruhige Herbstwetter begünstigt natürlich die Bauarbeiten. "Wir würden durcharbeiten, wenn es so bliebe", erklärt Noll. Dennoch geht er davon aus, dass mit den Hochbauten erst im nächsten Jahr begonnen werden kann. Die Fertigstellung der Brücke ist für Herbst 2016 geplant. Bis dahin müssen die Auto- und Lastwagenfahrer mit dem Amberger Schmetterling vorlieb nehmen, einer kreisverkehr-ähnlichen Umleitung, die von oben wie ein Falter aussieht.

Mittlerweile hätten sich die Verkehrsteilnehmer an das Schleifensystem gewöhnt, sagt Noll. Weil vor allem Ortsfremde Probleme hatten, den Weg zur Autobahn zu finden, würden demnächst entsprechende Hinweistafeln aufgestellt. "Die Schilder sind schon bestellt."
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