46-Jähriger wegen Missbrauchs zu Haftstrafe verurteilt
Stieftochter das Opfer

Weil er seine minderjährige Stieftochter über Jahre hinweg sexuell missbrauchte, ist ein amerikanischer Staatsbürger vom Landgericht Amberg zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Mann legte zwar ein umfangreiches Geständnis ab, wollte aber den Richtern verdeutlichen, die Intimtäten hätten sich in beiderseitigem Einvernehmen abgespielt.

Die Übergriffe hatten begonnen, als der heute 46-Jährige zusammen mit seiner deutschen Ehefrau und deren Tochter noch im US-Bundestsstaat Nevada lebte. Sie setzten sich auch dann noch fort, als sie ihren Wohnsitz in den Kreis Amberg-Sulzbach verlegten. Nach seinem 18. Geburtstag ging das Opfer zur Polizei. Der Stiefvater kam daraufhin in U-Haft. In einer Vernehmung bei der Ermittlungsrichterin, deren Inhalt der Strafkammer per Video zur Kenntnis gebracht wurde, sagte die junge Frau sinngemäß, sie habe sich quasi in ihr Schicksal gefügt, sei aber nie einverstanden gewesen.

Nach Auffassung des Landgerichts können auch Übergriffe abgeurteilt werden, die sich in den USA ereigneten. Das Mädchen sei deutsche Staatsbürgerin, außerdem würden Sexualdelikte auch im Staat Nevada verfolgt, hieß es. Unklar ist, ob dessen Behörden tätig werden, wenn der Mann in Jahren aus deutscher Haft freikommt und zurück in seine Heimat geht.
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2014 (8407)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.