48-Stunden-Stabsübung

Marc Bigalke, Anästhesist und Katastrophenschutzmanager am Klinikum St. Marien, hat an der Uni Bonn ein Aufbaustudium absolviert und dieses als "Master in Disaster Management and Risk Governance" (Katastrophenvorsorge und -management) abgeschlossen. Am Ende des Studiengangs stand eine große 48-Stunden-Stabsübung.

"Das Planspiel sah ein Szenario eines multinationalen Energiekonzerns vor, der ein Energieunternehmen in einem konfliktbeladenen Land gekauft hat. Das Land glich geographisch dem Freistaat Bayern und der politischen Lage in Afghanistan vor sieben Jahren", erklärt der Mediziner. Simuliert wurde, dass durch ein Hochwasser die Energieversorgung ausfällt. Weiter wurde angenommen, dass Unruhen ausbrechen und Menschen evakuiert werden müssen. Bigalke und seine Studienkollegen hatten 48 Stunden Zeit, um am grünen Tisch die Aufgaben zu bewältigen.

"Für mich war es interessant, wie man unter Stress reagiert, vor allem, wenn man keinen Schlaf bekommt." Zum Beispiel musste der Anästhesist in der Nacht kurzfristig eine Einschätzung der Lage gegenüber den fiktiven Konzern-Chefs aus Deutschland abgeben. "Es hat mir sehr viel gebracht", sagt er über die Stabsübung. "Da kommt man an seine Leistungsgrenzen." (san)
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