50 Jahre nach dem Schulabschluss: Absolvia 1965 trifft sich - Wirtschaftsoberrealschule ...
Als es zum Abitur noch fesche Mützen gab

Vor 50 Jahren machten sie ihr Abitur an der damaligen Wirtschaftsoberrealschule. Bei ihrem Treffen in Amberg tauschten sie Erinnerungen an die Schulzeit aus. Das nächste Treffen ist in drei Jahren geplant. Bild: hfz
Sie waren zwar bislang auch in regelmäßigen Abständen nach Amberg gekommen, doch dieses Mal war es ein besonderer Anlass: 19 der damals 31 Absolventen der Wirtschaftsoberrealschule trafen sich, um den 50. Jahrestag ihres Abiturs gebührend zu feiern.

Aus ehemaligen Managern, Lehrern, Ärzten, Anwälten, Unternehmern und Direktoren sind inzwischen meist Rentner, Pensionäre und Großeltern geworden - doch die Erinnerung an den Schulabschluss ist allen noch so gegenwärtig, als wäre er erst gestern gewesen.

Besonders gerne blickten alle zurück auf die feschen Abiturientenmützen, die Schüler voller Stolz aufsetzten, wenn sie zu den damals raren Prozent eines Jahrgangs gehörten, die das Abitur geschafft hatten. Inzwischen ist die Wirtschaftsoberrealschule längst im wirtschaftswissenschaftlichen Zweig des Gregor-Mendel-Gymnasiums aufgegangen, das ehemalige Domizil an der Raigeringer Straße (heute unter anderem Fachoberschule, Berufsoberschule) ist durch jahrzehntelange An- und Ausbauten kaum noch zu erkennen.

Die ehemaligen Abiturienten trafen sich in der Gaststätte Schloderer, wo sie der einstige Klassensprecher Günter Großer willkommen hieß. Die Teilnehmer tauschten Erinnerungen aus und erfreuten sich an mitgebrachten Bildern. Rainer Tuschinski hatte eine Retrospektive vorbereitet und ließ die Zeit vor 50 Jahren nochmals Revue passieren. Er bedauerte die junge Generation. Denn mit 40 Prozent eines Schülerjahrgangs, der heute sein Abitur an einer schier unüberschaubaren Zahl von Bildungseinrichtungen mache, sei die Exklusivität dieses Bildungsabschlusses verloren gegangen.

Zum Abschied nahmen sich alle Anwesenden der Absolvia 1965 fest vor, in drei Jahren "trotz weiter rostender Knochen" wieder nach Amberg zu kommen - alte Schulstadt-Liebe rostet eben nicht.
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