580 Gefangene in der Justizvollzugsanstalt Amberg
Hintergrund

Von einem Tag bis zu lebenslang

Amberg. (san) Die Justizvollzugsanstalt Amberg ist laut ihres Leiters Peter Möbius ein Regelvollzug. Die Gefangenen hätten Hafterfahrung, oftmals 10 bis 15 Einträge im Bundeszentralregister. Die Haftdauer reiche von einem Tag bis lebenslang, das Einzugsgebiet von Aschaffenburg bis Passau. "Derzeit haben wir 580 Gefangene", führte er aus und nannte auch die Zahl der Bediensteten: 275. Sehr viele der Gefangenen seien süchtig (Alkohol oder Drogen).

Wie Peter Möbius bei der Verabschiedung des langjährigen Diakons Alfons Eiber ausführte, sind deshalb die Aufgaben der Seelsorger sehr vielfältig und nicht immer leicht: "Unsere Gefangene haben Defizite in der Persönlichkeitsentwicklung", betonte er.

Polizeibericht

Fahrweise fiel auf: 1,1 Promille im Blut

Amberg. (san) Einen Auerbacher, der über 1,1 Promille im Blut hatte, erwischte die Polizei am Samstag gegen 13.45 Uhr. Die Beamten brachten den Autofahrer zur Blutentnahme und stellten seinen Führerschein sicher. Verkehrsteilnehmern war die unsichere Fahrweise des Mannes mit seinem grauen VW Jetta auf der B 85 von Sulzbach-Rosenberg in Richtung Amberg aufgefallen.

Die Zeugen gaben gegenüber der Polizei an, der Promille-Sünder sei mit seinem Auto mehrmals knapp über die Fahrstreifenbegrenzung gefahren. Wer durch den Fahrer des VW Jetta konkret gefährdet wurde, soll sich bei der Polizeiinspektion Amberg (09621/890-0) melden.

Stadtteile

Ammersricht

OGV fährt ins Kulzer Moos

Der Obst- und Gartenbauverein Ammersricht unternimmt am Sonntag, 9. August, eine Pkw-Wanderung. Vom Ammersrichter Kirchplatz St. Konrad geht es um 8.30 Uhr ins Katharinental. Nach einer zweistündigen Wanderung inklusive Kulzer Moos wird im Krämerhof in Kulz eingekehrt. Anmeldung bei Sieglinde Pipetz unter 6 43 03.

Briefe an die Redaktion

"Schiefes Bild zu Lasten des Opfers"

Zu "13-Jährige im Gebüsch vergewaltigt" (AZ vom 28. Juli ):

In dem Bericht heißt es, die Schülerin sei entgegen ihrer Angabe an die Eltern "in der Stadt herumgelungert". Diese Formulierung könnte beim Leser eine gewisse Mitschuld des Opfers suggerieren, auch wenn die Polizei in diesem Zusammenhang lediglich eine allgemeine Warnung an alle Eltern aussprechen möchte. Auch das Schluss-Resümee des Artikels "körperlich unversehrt" verstärkt das schiefe Bild zu Lasten des Opfers ("Ist ja nicht viel passiert"). Und das bei einem Fall, der von den Ermittlern als "Vergewaltigung und schwerer sexueller Missbrauch eines Kindes" eingestuft wird.

Beatrix Wenzel, Amberg

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