700 Stunden Sonne pur

Handtuch an Handtuch reihten sich in dieser Saison die Gäste im Hockermühlbad. Der absolute Spitzentag war Freitag, 17. Juli, mit 4300 Besuchern. Zum Ende der Freiluft-Badesaison verzeichnete Stadtwerke-Sprecherin Karoline Gajeck-Scheuck insgesamt 134 000 Badegäste. Bild: Huber

Der Schweiß fließt ohne Bewegung, der einzige angenehme Ort ist ein Swimmingpool, Getränke stehen am besten im Kühlschrank und sonst nirgendwo - das war der Sommer 2015. Für Hitzefans eine geniale Saison. Für das Hockermühlbad auch.

134 000 Besucher verzeichnete das Amberger Freibad bis zum gestrigen Tag. Am Freitag war Schluss mit der Saison. Heuer schwammen so viele Badegäste wie schon lange nicht mehr ihre Bahnen im Hocko. 2014 waren es nur 97 000, vor zwei Jahren 123 000, vor drei 120 000. Allein bis Mitte August kamen bereits 19 000 Menschen mehr als im Vorjahr bis zum Saisonende. Bei angenehmen Wassertemperaturen zwischen 24 und 25 Grad, im Babybecken sogar bis zu 30 Grad, ließ es sich herrlich abkühlen.

"Wir haben uns sehr gefreut, dass sich die Zahlen so nach oben entwickelt haben", bilanzierte Stadtwerke-Pressesprecherin Karoline Gajeck-Scheuck. "Nicht nur für uns, sondern auch für die Badegäste." Spitzenwerte mit rund 3000 bis 3500 Besuchern gab es am Mittwoch und Donnerstag, 8. und 9. Juli. Der Tag, an dem jedoch die absolute Rekordmarke erreicht wurde, war der 17. Juli: 4300 Besucher sprangen an dem Freitag in die Fluten - so viel wie an keinem anderen Tag in diesem Jahr. Es war auch der Start des 24-Stunden-Schwimmens.

7. August heißester Tag

Dabei war das nicht einmal der heißeste Tag in diesem Sommer: Den verzeichnete AZ/NT-Wetterexperte Andy Neumeyer erst drei Wochen später, am Freitag, 7. August, mit 38,5 Grad. Mit rund 700 Sonnenstunden wurden die Amberger in dieser Saison verwöhnt. Die längste zusammenhängende Trockenphase dauerte ab Dienstag, 18. Juli, 18 Tage. Allein 55 Tage lang kletterte die Temperaturkurve auf 25 Grad und mehr. An 30 Tagen verzeichnete Neumeyer sogar über 30 Grad.

Diese südländischen Verhältnisse waren noch zu Beginn der Saison nicht zu erahnen. Der kälteste Tag in Amberg war der Dienstag, 9. Juni, mit maximal 13,8 Grad. Die kälteste Nacht zum Donnerstag, 25. Juni, lag sogar bei frostigen 5,4 Grad.

Die Hitzewelle schlug sich auch auf die Niederschlagsbilanz des Sommers nieder. Sie lag lediglich bei 56 Prozent des langjährigen Mittels (127 statt 228 Liter pro Quadratmeter).
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