93-Jährige tot in brennendem Haus

Kurz vor 13 Uhr brach am Mittwoch in der Roseggerstraße in Amberg aus noch ungeklärter Ursache ein Feuer aus. Die Rettungskräfte konnten nur noch den Tod der 93-jährigen Bewohnerin feststellen. Bild: Gerhard Franz

Für die Seniorin kam jede Hilfe zu spät. Als die Feuerwehr am Mittwoch um 12.50 Uhr in der Roseggerstraße in das brennende Gebäude vordrang, war die Frau bereits nicht mehr am Leben. Die Todesursache gibt den Ermittlern Rätsel auf.

Schon von Weitem waren die dicken Rauchschwaden zu sehen, die über der Roseggerstraße aufzogen. In dem Seitenarm des Haager Wegs brannte ein Haus, in dem eine 93 Jahre alte alleinstehende Frau wohnt. Flammen schlugen aus mehreren Fenstern.

Die Feuerwehr, die inklusive Drehleiterbesatzung und Stadtlöschzug mit 50 Kräften im Einsatz war, musste die Tür aufbrechen, um sich auf die Suche nach der Seniorin begeben zu können. Der Atemschutztrupp entdeckte die Hausbesitzerin laut Peter Krämer von der Polizeiinspektion im Parterre auf einem Sofa und brachte sie ins Freie. Dort stellte ein Notarzt den Tod der Ambergerin fest, gab Stadtbrandrat Bernhard Strobl zu Protokoll.

Ein Feuer in einem Wohnhaus in der Roseggerstraße in Amberg löste am Mittwoch einen großen Rettungseinsatz aus. Für eine 93-Jährige kam jedoch jede Hilfe zu spät. Sie war bereits tot, als die Feuerwehr eintraf. Bilder: Gerhard Franz

Zu den möglichen Ursachen wollte sich zunächst weder die Polizei noch die Feuerwehr äußern. Unklar sei, wie und wo der Brand entstanden ist. Geklärt werden müsse auch, ob die Bewohnerin an einer Rauchgasvergiftung gestorben ist oder bereits vor dem Ausbruch des Feuers nicht mehr lebte. "Das wissen wir noch nicht", teilte Krämer vor Ort auf Nachfrage mit. Um diese Fragen zu beantworten, wurden die Kriminalpolizei und damit auch ein Brandermittler eingeschaltet.

Wenig später war zudem das Kriseninterventionsteam in der Roseggerstraße. Dank des raschen Handelns der Feuerwehr war der Brand bald gelöst und ein Übergreifen auf die Nachbargrundstücke verhindert. Der Vollständigkeit halber: Den am Haus entstandenen Schaden schätzt Krämer auf mindestens 200 000 Euro.
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