A-Klasse Nord: Aufstrebender ESV muss zum TSV Theuern
FC St. Pauli aus Amberg

Noch 270 Minuten bis zur Winterpause, und die A-Klasse Nord wird danach auf die Zielgerade einbiegen. Bis jetzt hat die Liga ein starkes Führungsduo und drei Mannschaften, die die Abstiegssorgen auch in die Winterpause nehmen müssen. Daran wird sich nicht viel ändern, denn dieses Trio hat es ausnahmslos mit Teams aus der ersten Tabellenhälfte zu tun. So gastiert der Tabellenführer SV Michaelpoppenricht beim Vorletzten SG Etzenricht/Weiherhammer II. Das Trefferkonto von 44:13 beim Tabellenführer im Gegensatz zu 15:43 Toren bei der SG spiegelt schon die Leistungsunterschiede wieder.

Ähnlich Vorzeichen gelten auch für die zweite aufstiegsambitionierte Mannschaft, den FC Großalbershof. Die Forsthofer erwarten den TSV Kümmersbruck, der mit fünf Punkten das Tabellenende ziert. Die kleinen Indianer aus Sorghof belegen den dritten Platz und erwarten im Stadtderby den FV Vilseck II. Die Hausherren könnten mit einem Heimsieg dem Führungsduo auf den Fersen bleiben. Das wollen auch die Sportfreunde aus Ursulapoppenricht, die sich auf Platz vier eingenistet und das Führungsduo noch im Blickfeld haben. Jeder weitere Punktverlust würde allerdings diesen Blick schmälern und so müssten die Binner-Jungs auch beim FSV Gärbershof punkten. Der wird dieses Jahr nicht ganz vorne landen.

Nicht so richtig in Tritt kommt der FC Freihung, der sich gerade noch über dem Abstiegsstrich befindet, das Mittelfeld hat sich aber schon um zehn und mehr Punkte entfernt. Der eine oder andere Punktgewinn gegen den Abstiegskollegen DJK Amberg würde die missliche Lage verbessern helfen, aber die Gäste haben sich nach dem Abstieg zu einer gestandenen Mittelfeldmannschaft gemausert und sind alles andere als ein Punktelieferant. Zwei punktgleiche Mannschaften auf Augenhöhe messen sich beim Spiel der SG Neudorf gegen den SV Freudenberg II. Der Sieger aus diesem Duell kann den fünften Platz untermauern.

Stark verbessert hat sich auch der Aufsteiger ESV Amberg, "der FC St. Pauli Ambergs", wie ihn Trainer Dominik Steup bezeichnete, der zusammen mit Spielertrainer Michael Maafi die Verantwortung für die sportlichen Geschicke trägt. "Für einen Aufsteiger waren unsere sieben Abgänge in der Sommerpause schon außergewöhnlich. Dazu kamen noch ein paar Verletzte und so haben wir in den ersten Wochen wie beim 0:8 gegen den FSV Gärbershof ganz schön Lehrgeld zahlen müssen", so der Übungsleiter. "Aber beim ESV Amberg wird Fußball vorgelebt, der Zusammenhalt ist riesig, ein Spieler ist als Platzwart tätig, andere machen sich in anderen Funktionen nützlich." Dazu haben auch die Verantwortlichen trotz sechs Niederlagen in Folge die Ruhe bewahrt. Es folgten starke 16 Punkte aus den letzten sechs Partien, darunter fünf Siege in Serie - eine perfekte Bilanz, die sonst niemand in dieser Klasse vorzuweisen hat. Die Aufgabe beim TSV Theuern wird schwierig, zumal sich die Vilstaler für die Hinspielniederlage revanchieren wollen, "aber wir wollen weiter Punkte sammeln und gerne im siebten Spiel nacheinander ungeschlagen bleiben."
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