Ab Freitag wird wieder geblitzt

Vor sechs Jahren hörte die Stadt damit auf, in Eigenregie Temposünder zu ermitteln. Diese Zeiten sind vorbei. Der Zweckverband Verkehrssicherheit Oberpfalz nimmt seine Arbeit auf und beginnt in Amberg mit Geschwindigkeitsmessungen. Mit anderen Worten: Ab Freitag wird wieder geblitzt.

(tk) Über die Gründe für den Ausstieg war 2009 nicht viel bekannt geworden, die Entscheidung war in einer nichtöffentlichen Sitzung des Stadtrats gefallen, der den Vertrag auslaufen ließ. Die Polizei kontrollierte weiter, bevor 2011 Stimmen laut wurden, die wieder eine eigene Überwachung forderten.

Da auch andere Städte und Gemeinden in einer ähnlichen Situation waren, tauchte 2012 die Idee auf, einen Zweckverband ins Leben zu rufen, der oberpfalzweit den Verkehr überwacht. Der Zusammenschluss wurde im Herbst vergangenen Jahres gegründet, am Freitag nimmt er in den elf Kommunen, die beigetreten sind, die Arbeit auf: Regenstauf, Barbing, Kallmünz, Zeitlarn, Deuerling, Mintraching, Bruck, Wolfseck, Dettendorf, Tirschenreuth und Amberg, wo die Geschäftsstelle eingerichtet ist. OB Michael Cerny hat den Vorsitz übernommen (wir berichteten). "Unser Ziel besteht sicherlich nicht darin, möglichst viele Fotos zu erzeugen", ließ der Oberbürgermeister kurz vor dem Start in einer Presse-Info mitteilen. Vielmehr gehe es darum, Autofahrer zu sensibilisieren und zu angepassten Geschwindigkeiten zu erziehen. Eine groß angelegte Banneraktion soll dabei helfen.

"Jeden Tag woanders"

Nichtsdestotrotz werde auch geblitzt: Die Messstellen werden laut Geschäftsführer Peter Ostermeier in Zusammenarbeit mit der Polizei an potenziellen Gefahrenstellen eingerichtet: "An Kindergärten, Schulen und Seniorenheimen." Aber auch an bekannten Schwerpunkten und entlang des Altstadtrings. Mehr kann und will Ostermeier zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verraten, denn die einzelnen Standorte werden natürlich nicht bekanntgegeben. Der Geschäftsführer sagte aber am Mittwoch im Gespräch mit unserer Zeitung: "Wir sind jeden Tag woanders." Manchmal auch an zwei Orten gleichzeitig. Ostermeier: "Zu schnelles Fahren ist noch immer die häufigste Unfallursache." Beispielsweise verlängere der Autofahrer, der in einer Tempo-30-Zone mit der Geschwindigkeit von 40 Kilometern pro Stunde unterwegs ist, seinen Anhalteweg bereits um zehn Meter. "Und das kann gravierende Folgen haben", warnte der Geschäftsführer.

"Modernste Technik"

Laut Verkehrsreferent Dr. Bernhard Mitko wird mit modernster Technik gearbeitet: "Es kommen Messgeräte zum Einsatz, die digitale Bilder erzeugen und mit spezieller Software ausgewertet werden." (Angemerkt)
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