Abgesägt und losgeschlagen

Der Umsatz steigt, bilanziert Vorsitzender Gerhard Gradl (stehend) vor Waldbauern. An der Versammlung der Forstbetriebsgemeinschaft nahmen auch (von links) Ambergs Forstamtsleiter Richard Schecklmann, die Forstwirtin Helga Riedl und Geschäftsführer Uli Hausmann teil. Bild: gf

Grund zum Jammern haben Waldbauern kaum. Die Geschäfte laufen trotz Borkenkäfer gut. Mit forstwirtschaftlicher Übernutzung habe das nichts zu tun, sagen sie. Die Waldfläche in Bayern nehme sogar seit zehn Jahren stetig zu.

Fast 2000 Mitglieder zählt die Forstbetriebsgemeinschaft Amberg-Schnaittenbach (FBG). Als wirtschaftlicher Verein vermarktet sie in deren Auftrag Holz aus fast 24 000 Hektar Privatwald. Äußerst erfolgreich. Rund acht Millionen Euro Jahresumsatz kamen zusammen, so die 2013er-Bilanz des Vorsitzenden und Land- und Forstwirts Gerhard Gradl (Reusch) sowie des hauptamtlichen Geschäftsführers Uli Hausmann.

Bald neun Millionen

Diese Zahlen wurden der Obmännerversammlung im Gasthof Inzelsberger in Neumühle vorgelegt und Gradl verbreitete weiteren Optimismus. Das Produkt Holz sei nach wie vor gefragt und deshalb ein guter Preis erzielbar. Heuer habe die FBG im Vergleich zum Vorjahr den Absatz gesteigert und damit den Umsatz von knapp unter 8 auf nunmehr 8,78 Millionen Euro gesteigert. Darüber hinaus betreut die Gemeinschaft Waldpflegeverträge, übernehme Vermessungen und Grenzmarkierungen oder wickle für ihre Mitglieder Sammelbestellungen ab. Geschäftsführer Uli Hausmann ging kurz auf Marktbewegungen ein.

Zuverlässiger Partner

2013 hätten Schneebruch und Windwurf zwar große Mengen auf der Angebotsseite nach sich gezogen, dennoch seien gute Preise gezahlt worden. "Damals haben die Sägerer geschnitten, was nur ging", schilderte Hausmann die Situation. Exportprobleme hätten dann zum Jahrwechsel einen Einbruch vor allem beim Schnittholz mit sich gebracht. Hauptabnehmer der FBG sei nach wie vor das Sägewerk Ziegler in Betzenmühle (Kreis Tirschenreuth) als zuverlässiger Partner.

Hausmann sieht eine anhaltende Bedrohung von Beständen durch den Borkenkäfer. Der vergangene milde Winter habe dem Schädling in unserer Region kaum zugesetzt. Entgegen trat der Geschäftsführer Vorwürfen einer forstwirtschaftlichen Übernutzung. Forstdirektor Richard Schecklmann, Leiter des Amberger Forstamtes, legte den Waldbauern eine Verjüngung ihrer Bestände in Richtung Mischbestände nahe. Dafür gebe es auch Zuschüsse.
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