Abgeschlagenes Schlusslicht Memmelsdorf zu Gast beim FCA - Rost-Elf seit 13 Spielen ungeschlagen
Amberg will keine Lachnummer sein

Ambergs Trainer Timo Rost will sich gegen das Schlusslicht auf keinen Fall blamieren. Bild: A. Schwarzmeier
Man kann es drehen und wenden, wie man will: Die Memmelsdorfer Bilanz in der Fußball-Bayernliga Nord ist vor dem Spiel am Samstag, 25. April (16 Uhr im Stadion am Schanzl) katastrophal. Acht Punkte Rückstand sind es auf den Vorletzten Neudrossenfeld, aus 29 Spielen hat man erst 10 Punkte geholt, dabei 76 Gegentore kassiert und ging erst ein Mal als Gewinner vom Platz - im November beim 1:0-Sieg gegen Erlangen-Bruck.

Der dritte Trainer

Rolf Lamprecht ist inzwischen der dritte Trainer, der in dieser Saison sein Glück versucht. Hans-Jürgen Heidenreich, der die Saison auf dieser Position begann, holte in 20 Spielen nur drei Unentschieden. Unter Interimscoach Thomas Schulz gab's den einzigen Dreier der Saison, und seit der Winterpause steht nun der 71-jährige Lamprecht an der Seitenlinie. Er bewertet die aktuelle Tabellensituation in deutlichen Worten: "Wir sind nicht blauäugig und müssen einfach davon ausgehen, dass wir abgestiegen sind. Die Bayernliga ist für diese Mannschaft einfach eine Nummer zu groß." Klare, ehrliche Worte, die aber nicht bedeuten, dass das Schlusslicht nur noch pro forma antritt. Die letzten drei Partien wurden zwar - wie fast immer - verloren, allerdings nur knapp.

"Die Mannschaft lässt sich nicht hängen. Und wir wollen keiner Mannschaft irgendwelche Punkte schenken", bescheinigt Lamprecht seiner Elf immerhin die angemessene Bereitschaft auch im Angesicht der endenden dreijährigen Bayernligazugehörigkeit. Wie das Spiel gegen den FC Amberg endet, prophezeit Lamprecht auch schon: "Für uns geht es darum, dass wir uns gut aus der Affäre ziehen und die Niederlage in einem erträglichen Rahmen halten." Dass die Favoritenrolle selten einseitiger war, weiß natürlich auch FC-Trainer Timo Rost. Gnade hat Memmelsdorf dennoch nicht zu erwarten: "Wir sind in unserer Entwicklung so weit, dass es egal ist, gegen wen wir spielen. Wir unterschätzen keinen Gegner. Aber klar ist natürlich auch: Wir müssen die Partie clever und geduldig angehen."

Dass die Amberger Serie von 13 Spielen ohne Niederlage ausgerechnet gegen Memmelsdorf endet, würde schon sehr nach Fußballwunder klingen. Die gibt es zwar immer wieder, doch so wirklich vorstellen kann man sich das ja nicht einmal in Memmelsdorf. In Oberfranken hat man aber trotzdem einen Vorteil auf seiner Seite: "Jede Mannschaft, die gegen uns spielt, hat Angst, dass sie schlecht aussieht. Denn wer gegen uns verliert, ist die Lachnummer der Liga", schmunzelt Rolf Lamprecht. Genau das will der FC Amberg mit allen Mitteln verhindern. Dafür stehen Timo Rost alle Mann zur Verfügung. Der eine Zähler, der zum erklärten Saisonziel von 60 Punkten fehlt, sollte deshalb nur reine Formsache sein - alles andere wäre dann doch ein ziemlich großes Fußballwunder.

FC Amberg: Götz (1), Schober (25), Ceesay (15), Gorgiev (5), Jobst (23), Hock (2), Karzmarczyk (18), Graml (6), Hempel (14), Knorr (17), Lincke (19), Morin (22), Plänitz (13), Schwarzfischer (21), Wiedmann (10), Dietl (8), Hauck (27), Seifert (16), Seitz (9), Wiesner (7), Werner (11).
Weitere Beiträge zu den Themen: April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.