Abriss genehmigt

Der hintere Teil des Eckert-Baues kann abgerissen werden. Das hat gestern der Bauausschuss des Stadtrates entschieden. Bild: Huber

Das Bürgerspitalgelände wandelt sich weiter: Während im östlichen Bereich demnächst die neue Mensa der Wirtschaftsschule in die Höhe wächst, rücken im Westen schon bald die Abrissbagger an.

Dem Abbruch des hinteren Teils des Eckert-Baues steht nichts mehr im Weg. Der neunköpfige Bauausschuss des Stadtrates segnete das Vorhaben gestern mit nur einer Gegenstimme (Aydin Ayten, Amberger Bunt) ab. Damit erhalten die potenziellen Investoren auf dem Bürgerspital-Areal den versprochenen Entwicklungsspielraum. Ist das Gebäude abgetragen, stehen auch die letzten 200 von rund 5000 Quadratmetern Fläche zur Verfügung. Außerdem kann der Eigentümer des verbleibenden Gebäudes, Dr. Ulrich Schmid, mit der Generalsanierung beginnen. Er will Platz für ein Geschäft mit 280 Quadratmeter Ladenfläche und 15 Wohnungen schaffen. An der Wand zum Abbruchhaus soll ein Treppenhaus mit Aufzug neu errichtet werden. Wie dieser Anbau einmal aussieht, steht noch nicht fest. "Es soll auf jeden Fall eine direkte Anbindung des Hauses an die künftige Quartiersgarage entstehen", sagte Baureferent Markus Kühne.

Kirchen-Zugang erhalten

Wie berichtet, hatte das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege Einspruch gegen diese Planung eingelegt. Der Eckert-Bau füge sich bereits jetzt nicht ideal ins historische Stadtbild ein, weil er die Spitalkirche deutlich überrage. Durch die Erweiterung des Bestandes werde "die vorhandene Fehlentwicklung noch gesteigert", hatte die Behörde im Vorfeld argumentiert. Mit seinem Beschluss setzte sich der Bauausschuss über diesen Einwand hinweg. Immerhin werde der bestehende Baukörper nur um etwa zehn Prozent verlängert. Der Anbau orientiere sich außerdem an der Bauflucht. Stadtheimatpflegerin Beate Wolters hatte noch ein anderes Anliegen. Sie wies darauf hin, dass der Dachstuhl der Spitalkirche bisher nur vom Eckert-Bau aus zu erreichen sei. Dieser Zugang müsse erhalten bleiben, forderte sie. Baureferent Kühne versprach, die Angelegenheit zu klären: "Ich bin mir sicher, dass wir eine Lösung finden."

Unterdessen geht die europaweite Ausschreibung für das Bürgerspitalgelände in die entscheidende Phase. Investoren haben nur noch bis Montag, 5. Oktober, Zeit, ihre Angebote bei der Stadt abzugeben.
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