Abstiegsgefährdeter Bayernliga-Club muss zum Jahn Regensburg II - Trainer Hock hört auf - ...
In Neumarkt murren die Zuschauer

Man könne deshalb nicht von Auflösungserscheinungen reden, beruhigte Sportleiter Heinz Weggel in Hollfeld alle, die es wissen wollten - nur weil der Trainer geht. Claudio Eismann verlässt den Fußballverein der Bayernliga Nord zwei Wochen vor der Winterpause, womöglich ist es das letzte Mittel, um den seit dem 9. Spieltag immer hinten stehenden Verein noch zu retten. Aber wer von 19 Spielen nur eins gewinnt (2:1 gegen Selbitz), der ist abstiegsreif.

Offiziell sind es noch zwei Spieltage bis zur Winterpause (Wiederbeginn am 1. März). Hollfeld spielt gegen den Rangzweiten Aubstadt - die 15. Niederlage droht. Aubstadt selbst hat mit dem 2:2 gegen Selbitz wichtige Zähler auf Jahn Forchheim verloren, denn die Forchheimer haben nur zwei Punkte weniger (37), sind aber mit zwei Spielen (Erlangen-Bruck und Jahn Regensburg) im Vorteil. Forchheim, so war zu hören, will in dieser Saison ebenso Lizenz-Antrag stellen (in der vergangenen Saison hatte Forchheim aus finanziellen Gründen drauf verzichtet) wie der TSV Großbardorf.
Der ist momentan mit seinen 32 Punkten auf dem 6. Rang postiert, Trainer Hansjürgen Ragati sah nach der Auswärtsniederlage in Weiden (0:1) "einen herben Rückschlag im Kampf um Platz zwei." Es habe in Weiden nicht nur "der personelle Herzstück" der Mannschaft gefehlt, es sei das "letzte Aufgebot" gewesen, das in Weiden gespielt habe. Mit der Konsequenz, dass die SpVgg SV Weiden auf Platz fünf bester Oberpfälzer Club ist, der von den letzten sieben Spielen nur eins (0:1 gegen Bayreuth) verloren hat. Für die Mannschaft von Christian Stadler, noch dabei um Rang zwei, kommt der letzte Härtetest in diesem Jahr, die Begegnung in Forchheim steht bevor. Immerhin: Forchheim ist daheim unbesiegt (25 Punkte), da kann nur mehr Aubstadt und Bayreuth mithalten.

Seit dem 2. Spieltag war die SpVgg Bayreuth unbesiegt, jetzt hat sie der Boden wieder, aber der Spitzenreiter führt noch immer mit sechs Punkten vor Aubstadt. Verlieren fällt schwer: In Würzburg bei der 0:2-Niederlage kritisierte Bayreuths Trainer ("Würzburg hat sich in seiner eigenen Hälfte versteckt") und Würzburgs Trainer Christian Graf hingegen frohlockte: "Die Rechnung ist aufgegangen, so lange es geht wie möglich ein zu Null halten und denn zuschlagen." Würzburg ist nach dem 6. Heimsieg in Serie auf dem 8. Platz zu finden, spielt in der kommenden 21. Runde bei der DJK Ammerthal. Bayreuth erwartet den SV Erlenbach und muss zum letzten Spiel des Jahres zum FC Amberg - wenn es dazu kommt.
Was die DJK Ammerthal betrifft, die ist froh wenn die Pause kommt. Vier Spieler der DJK haben bereits Rot gesehen: Haller, Djonbalic, Kevin Schmitt und Örken. Und nach der 5. Auswärtsniederlage sieht sich die DJK Ammerthal in Kontakt mit den Relegationsrängen. Ein Sieg gegen Würzburg ist schon fast Pflicht, denn die SpVgg Selbitz dahinter (daheim gegen Erlangen-Bruck) ist offenbar auf dem aufsteigenden Ast.

In Selbitz verweist man drauf, dass die letzten drei Begegnungen in Amberg (3:2) und Eltersdorf (0:0) und jetzt gegen Aubstadt (2:2) ja nur wirklich Anlass zur Hoffnung geben.

Der FC Amberg hofft wieder in die Spur gefunden zu haben. Die tristen Tage scheinen vorbei, die Amberger präsentierten sich wieder von der besseren Seite, legten den 7. Heimsieg als Grundlage für das Auswärtsspiel in Haibach. Ein gefährlicher Gegner, denn der ist zwar auswärts allein noch ohne jeden Sieg im Feld, hält sich aber über Wasser durch ausgeprägte Heimstärke, so dass eine Wiederholung des 3:1-Hinspielsieges so ohne weiteres nicht gehen wird.
Große Sorgen hat der ASV Neumarkt, bei dem die Pleite-Serie weitergeht mit der 5. Niederlage in Folge. Die Zuschauer in Neumarkt murren ohnehin schon, personell gibt's bereits die ersten Probleme - das sind durchaus Anzeichen für einen harten Winter.

Und Erich Hock hat angekündigt, dass er nur noch die zwei Spieltage 2013 als Trainer zur Verfügung stehen wird - der Club muss sich in der Winterpause einen neuen suchen. Betreut wird die Elf übergangsweise von Teammanager Georg Laube.
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