Abwasser-Zweckverband lässt Abfallprodukt seiner Anlage in Schwandorf verbrennen
Ab in den Ofen mit Klärschlamm

Der Zweckverband zur Abwasserbeseitigung Amberg-Kümmersbruck, der die Kläranlage in Theuern betreibt, hat am Montagabend beschlossen, künftig seinen Klärschlamm in Schwandorf verbrennen zu lassen. Dazu wird er Mitglied im dort neu gegründeten Zweckverband Thermische Klärschlammverwertung. Zustimmung erteilte das Gremium auch dem Anschluss von Fichtenhof an sein Klärwerk übers Kanalnetz der Stadt.

Das Umweltministerium will das Ausbringen von Klärschlamm auf landwirtschaftlich genutzten Flächen bald verbieten. Außerdem ist ein Ende der Kompostierung im Osten Deutschlands in Sicht. Vor diesem Hintergrund hielten es die Verbandsräte für sinnvoll, dem Schwandorfer Verbund beizutreten - auch als Dauerlösung zur Entsorgungssicherheit.

Der Zweckverband Müllverwertung Schwandorf stellt das für den Bau der Trocknungsanlage erforderliche Gelände bereit, liefert Infrastruktur und Abwärme, stellt das Betriebspersonal und übernimmt die Geschäftsleitung gegen Kostenerstattung, informierte die Verwaltung. Von Ausnahmen abgesehen, so hieß es in der Sitzung im Bauamt, haben die Kläranlagenbetreiber im Landkreis Schwandorf im Herbst 2014 beschlossen, dem noch zu gründenden Zweckverband beizutreten. Zwischenzeitlich seien auch Betreiber außerhalb des Kreises auf das Konzept aufmerksam geworden.

Aktuell haben neben Amberg-Kümmersbruck die Städte Regensburg und Neustadt sowie die Gemeinde Weiherhammer ihr Interesse an einem Beitritt bekundet.
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