Abwehrschlacht unter dem Korb

Topscorer im Kampf um den Ball: Ludwig Wolf (RSC Amberg, links, 15 Punkte) gegen den Bayreuther Center Sven Stübinger (vorne, 10 Punkte), beobachtet vom Amberger Christian Domeier (rechts hinten). Bild: Ziegler

Der erste Heimspieltag in der Regionalliga Süd steht für die Rollstuhlbasketballer auf dem Programm, und in der triMAX-Halle gibt's zwei unterschiedliche Ergebnisse.

RSC Bayreuth und USC München II hießen die Gegner. In der ersten Partie gegen den RSV Bayreuth holte sich der RSC den Hochball, und Michael Zippel startete den ersten Angriff auf den Korb der Bayreuther. Dieser wurde jedoch durch ein Foul der Wagnerstädter gestoppt, er musste gleich an die Freiwurflinie und es gelang ihm den ersten Punkt für Amberg zu erzielen. Bald fand Amberg ins Spiel und dominierte die Mannschaft aus Bayreuth (17:4). Auch das zweite Viertel war wieder durch harte Verteidigungsarbeit auf beiden Seiten geprägt.

Viele Fouls

Denn Bayreuth blieb nichts anderes übrig, als die Amberger durch Fouls in der Zone zu stoppen. Aber Amberg gelang es einfach nicht, die Freiwürfe zu verwandeln. Bayreuth setzte auf schnelle Konter mit ihren Centern Böhme und Pade, die punkteten (26:15).

Nach der Halbzeitpause starteten beide Teams wieder mit hohem Tempo, es gelang keiner der beiden Mannschaften sich abzusetzen und so ging das dritte Viertel mit 14:14 aus (40:29). Amberg lag dank seines Vorsprungs aus dem ersten Viertel noch vorn. Im letzten Viertel gaben die Bayreuther richtig Gas. Das kräfteraubende Tempo forderte ihren Tribut. Das Spiel war auf beiden Seiten immer wieder von Ballverlusten geprägt und Amberg gelang es einfach nicht, seine Korbchancen konsequent umzusetzen. So musste Amberg das letzte Viertel auch an Bayreuth mit 9:12 abgeben. Aber dank des komfortablen Vorsprungs aus dem ersten Viertel stand der Sieg mit 49:41 fest.

Center zu schnell

Im zweiten Spiel des Tages schlug der RSV Bayreuth den USC München II mit 68:49. Es wurde verbissen um jeden Punkt gekämpft. Aber München gelang es nicht, die schnellen Centerspieler des RSV zu stoppen.

Das dritte Spiel des Tages bestritten der RSC Amberg und der USC München II. Auch in diesem Spiel ging es zwischen den Tabellennachbarn von Anfang an heiß her. Den Ambergern um Center Sascha Turnhöfer fehlte nun das Glück beim Abschluss unter dem Korb (12:14). Im zweiten Viertel wurde weiter mit hohem Tempo um jeden Ball gekämpft und der RSC erzielte mit schnellen Kontern von Michael Zippel und Christian Domeier Punkte. Aber auch die Münchner mit Lutz Ludwig punkteten und lagen mit 29:23 vorn.

Die Amberger Spieler schöpften nochmal Kraft in der Halbzeitpause und starteten dann mit einer veränderten Taktik in den zweiten Abschnitt. München wurde nun schon in der eigenen Hälfte unter Druck gesetzt - was auch die Gäste versuchten.

Nur 6:3

So geriet das dritte Viertel zur Abwehrschlacht, was sich auch bei den Punkten deutlich zeigte, mit dem glücklicheren Ausgang für den USC, der das Viertel mit 6:3 gewann.

Die Jungs aus der Vilsstadt lagen nun zum letzten Viertel mit 8 Punkten hinten, es war noch alles möglich. Ambergs Trainer Andreas Betzlbacher stellte in der Viertelpause seine Spieler nochmal auf eine neue Taktik ein. Nun gelang es dem RSC bis zur letzten Minute zum Gleichstand aufzuholen. Durch ein Foul kam Münchens Kapitän Timo Schraudert an die Freiwurflinie. Er traf beide und nun lag München 30 Sekunden vor Schluss mit zwei Punkten vorn.

Viertel gewonnen

Amberg musste versuchen im wieder Gleichstand zu erzielen, um dann München in die Verlängerung zu zwingen. Amberg spielte seine Angriffszeit herunter und versuchte 4 Sekunden vor Schluss zu treffen, doch der Wurf ging daneben. Trotz des gewonnen letzten Viertels mit 14:7 verlor der RSC knapp mit 40:42.
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