Ärger wegen Brems-Problemen

Auf dem Podest konnten alle wieder lächeln. Von links Christian Bachmann (MSC Auerbach) auf Platz 2, Tim Schmitt auf Platz 1 und Marvin Böhm auf Platz 3. Bild: hfz

Christian Bachmann fuhr in Suhl am vergangenen Wochenende bei der Deutschen-Kart-Slalom Meisterschaft der DMSJ (Deutsche Motor-Sport-Jugend) auf den zweiten Platz. Der Weg dahin war ungewöhnlich spannend.

Bei 32 Startern hat sich Christian Bachmann bei den ersten drei Läufen in jedem Lauf eine zehntel Sekunde Gutzeit gesichert und war der absolute Favorit. Im vierten und letzten Lauf hat sich sein Kontrahent mit einem "Verzweiflungslauf", bei dem viele Pylonen touchiert wurden und einige fast umgefallen oder hinausgeschoben worden sind, an die Spitze gefahren.

Zu wenig gekümmert

Sabrina Bachmann fuhr auch am ersten Tag auf den zweiten Platz. Nachdem sich aber bereits in Klasse vier Probleme mit den Bremsen abzeichneten und der Veranstalter sich zu wenig um die Angelegenheit gekümmert hat, betont der Sportleiter des MSC-Auerbach, Günther Bachmann, wurde das Rennen dann abgebrochen und annulliert.

Zudem war es um 18.45 Uhr bereits zu dunkel, um ohne Licht zu fahren. Die Probleme mit den Bremsen hatten sich so weit aufgeschaukelt das die Sache bald eskaliert wäre. Viele haben die ganze Situation nicht verstanden, nachdem ein Ersatzkart bereitgestanden, und die Herstellerfirma der Karts vor Ort war. Auch Christian Bachmann hatte bereits Probleme damit und es könnte leicht sein das auch er seine Meisterschaft dadurch verloren hat. "Die Fahrer und ihre Betreuer verlangen eigentlich nur einen fairen Wettkampf", bewertete der Sportleiter des MSC-Auerbach die Situation.

Nasse Fahrbahn

Sabrina musste dann am Sonntagmorgen bei nasser Fahrbahn mit Regenreifen und ohne Trainingslauf starten und meisterte ihre Aufgabe ganz gut. Im zweiten Rennen fuhr sie im ersten Lauf die schnellste Zeit des Tages in ihrer Klasse. Sie rutschte aber im zweiten Lauf wegen eines Fahrfehlers nach hinten ab.

Nachdem Christian über die Winterpause ein ganzes Stück gewachsen ist, hatte er am Anfang des Jahres noch Probleme mit der Balance des Karts. Durch stetes Training und harte Arbeit hat er sich wieder ganz nach oben gefahren und die größten Siege seiner Kart-Karriere in diesem Jahr eingefahren.

"Herr im Hause"

Nach der Veranstaltung war aus vielen Fahrerlagern zu hören, das es momentan nur einen "Herrn im Hause" des Deutschen-Kart-Slaloms gibt, wenn er auch nicht den Titel des Meisters der DMSJ trägt.
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