"Alle sind heiß auf das Derby"

Die Kreisliga Süd biegt auf die Zielgerade der Saison 2014/15, noch fünf Runden stehen an. Zwei davon als Doppelspieltag von Donnerstag bis Sonntag. Und da könnte es eine Wachablösung an der Spitze geben, denn der SVL Traßlberg hat mit Tabellenführer Rosenberg noch eine Rechnung offen.

Seit dem 6. Spieltag am 31. August 2014 sitzt der TuS Rosenberg auf dem Thron, doch der wackelt seit der 0:2-Niederlage beim schärfsten Verfolger, dem SV Freudenberg. Der könnte - einen Traßlberger Dreier gegen Rosenberg vorausgesetzt - die Führung in der Kreisliga Süd übernehmen.

Unten in der Liga müssen vier Vereine noch zittern, die Relegation droht: Der FC Edelsfeld, Inter Bergsteig, Loderhof/Sulzbach und auch der SSV Paulsdorf. Am Sonntagabend könnten mit dem FC Luhe-Markt und der TSG Weiherhammer die ersten beiden Absteiger feststehen.

SVL Traßlberg       TuS Rosenberg
(ild) Nach dem 0:0 gegen Paulsdorf am vergangenen Wochenende blickt die Elf um Spielertrainer Ilker Caliskan einem echten Derby entgegen. Der SVL tritt am Feiertag in der Vilsarena gegen den TuS Rosenberg an. Viele Zuschauer und gute Stimmung dürften allein schon wegen des Maifests garantiert sein, das der Verein an diesem Tag wieder auf die Beine stellt. Der SVL bekleidet nach einem Top-Start in die Rückrunde derzeit Platz 5.

Das Duell gegen den Spitzenreiter aus Rosenberg wird zwar nicht leicht, aber: "Alle sind absolut heiß auf das Derby und wollen gegen Rosenberg punkten", versichert Kapitän Dominik Mikalauskas. Zumal der TuS Rosenberg mit einem 1:0-Sieg in der Hinrunde den Traßlbergern nur knapp davon gekommen ist.

SSV Paulsdorf       Germania Amberg
(ac) Bereits am Donnerstag, 30. April, um 18.30 Uhr eröffnen der SSV Paulsdorf und der SC Germania Amberg den 22. Spieltag der Kreisliga Süd. Mit einem klaren Sieg gegen Edelsfeld konnten sich die Amberger ihrer ärgsten Sorgen entledigen. Dagegen muss der SSV Paulsdorf weiter Punkte sammeln; das Polster auf den Relegationsplatz beträgt bei noch fünf ausstehenden Spielen nur sechs Punkte. Dazu müssen aber Kapitän Peter Schmidl und Co. die gleiche Geschlossenheit wie gegen Traßlberg zeigen. Trainer Wolfgang Grünwald steht voraussichtlich das Aufgebot vom vergangenen Sonntag zur Verfügung.

TuS Kastl       FC Edelsfeld
(hon) Beide Teams haben ihre Stärken, konnten diese aber in der Rückrunde noch nicht umsetzen. Für beide dürfte es eine richtungsweisende Partie um die Relegationsplätze in Sachen Auf- und Abstieg werden. Aufgrund einiger Verletzungen, von denen auch der Kastler Spielertrainer Thomas Mayer betroffen ist, stehen die Verantwortlichen beim TuS vor der Aufgabe, die übrigen Spieler so einzustimmen, dass sie sich der schwierigen Aufgabe stellen. Bei der Mannschaft der Gäste um Spielertrainer Alexander Heldrich darf man gespannt sein, mit welcher Taktik und mit welchem Kader er nach Kastl reist, um im Abstiegskampf zu punkten. Eine spannende Partie am Kastler Mennersberg steht zu erwarten.

SV Freudenberg       FC Luhe-Markt
(nß) Durch vier Siege nach der Winterpause ist Freudenberg die Mannschaft der Stunde, bleibt dem TuS Rosenberg auf den Fersen und wahrt sich noch alle Chancen auf die Meisterschaft. In den vergangenen Spielen war ein stetige Steigerung zu erkennen. Die Mannschaft kann dadurch selbstbewusst auftreten, sollte aber nicht in den Fehler der Selbstzufriedenheit oder Überheblichkeit verfallen.

Dies kann sich schnell rächen, wie man schon im Hinspiel schmerzlich erfahren musste. Durch eine pomadige Spielweise verschenkte man damals wertvolle Punkte. Der momentane Eindruck des Teams ist allerdings ein anderer. Jeder ist motiviert. Beginnend beim zuletzt starken Torwart Patrick Meiler über Michael Högl, der auf der Sechserposition seit Wochen für mehr Stabilität sorgt, bis hin zu Torjäger Michael Schlegl, der wieder zu alter Durchschlagskraft und Torgefährlichkeit gefunden hat, tritt die Mannschaft von Florian Neiß kompakt auf und ist natürlich gegen den Tabellenletzten haushoher Favorit (Vorspiel 13.15 Uhr).

DJK Ursensollen       SV Schmidmühlen
(mdl) Noch reichlich Sand befindet sich derzeit im Getriebe der DJK, die von den bisherigen Begegnungen nach der Winterpause nur die Partie gegen Loderhof für sich entscheiden konnte. Dabei war man eigentlich nur dem Gegner vom vergangenen Wochenende, dem TuS Rosenberg, deutlich unterlegen. In den anderen Begegnungen waren überwiegend individuelle Fehler dafür verantwortlich, dass man wichtige Punkte liegen lassen musste. Mit dem SV Schmidmühlen erwartet die DJK Ursensollen nun einen Gegner, der nach einem fast identischen Saisonverlauf in der Tabelle nur einen Platz hinter der Heimelf rangiert und ebenfalls erst einen Sieg in der Rückrunde zu verbuchen hat. Allerdings musste die Elf von Trainer Eckstein bisher gegen drei Top-Teams der Liga antreten und geriet am vergangenen Wochenende gegen Freudenberg mit 0:4 ähnlich unter die Räder wie die Heimelf in Rosenberg. Im Hinspiel konnte Trainer Steinl mit seinen Mannen dank Torjäger Abel die Punkte mit nach Hause nehmen. Trotz einiger angeschlagener Spieler will die DJK die positive Serie gegen Schmidmühlen (drei Siege in Folge) weiter ausbauen. Erwartet werden darf eine Partie auf Augenhöhe, bei der der Sieger sicher für die neue Saison in der Kreisliga planen kann.

TSG Weiherhammer       Loderhof/Sulzbach
Schlusslicht war Weiherhammer zwölf Spieltage lang bis zum überraschenden 0:0 gegen den TuS Kastl. Das war am 12. April, und seitdem hat die TSG noch zwei weitere Unentschieden geholt. Belohnung ist jetzt der vorletzte Rang - aber bei zehn Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz und nur mehr fünf Spielen dürfte die Liga, in der Weiherhammer 2015/16 spielt, Kreisklasse heißen. Dennoch sollte Loderhof gewarnt sein, denn die Hausherren wollen sich so teuer wie möglich verkaufen.

Inter Amberg       DJK Utzenhofen
Nur einen Punkt behielt die Bergsteig-Elf gegen Weiherhammer. Mit einem Sieg hätte man sich einen größeren Abstand zu Tabellenplatz 12 schaffen können. Jetzt müssen die Inter-Jungs sich eben am Tag der Arbeit beweisen. Und es wird harte Arbeit werden. In Kastl hat die Mannschaft gezeigt, was sie reißen kann. Mit einem extra Augenmerk auf den agilen Stürmer Kebba Bah und einer guten Strategie scheint es möglich, Utzenhofen zu schlagen. Denn für die Gäste geht es um nichts mehr als maximal Platz drei.
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