Am Freitag soll es bei
Einmal um die ganze Welt

Bei Tageslicht ist es keine Kunst, im Hockermühlbad Bahn für Bahn für den guten Zweck zurückzulegen. Bemerkenswert wird der Einsatz der Schwimmer dann, wenn die Sonne längst untergegangen ist und die Temperaturen nicht mehr hochsommerlich sind. Archivbild: Hartl
über 30 Grad so richtig heiß werden. Und am Samstag auch. Optimale Voraussetzungen also für das 24-Stunden-Schwimmen. Die Organisatoren haben sich drei Ziele gesetzt. Eines davon ist sogar schon jetzt erreicht.

Amberg. (tk) Wenn am Freitag, 17. Juli, zum 13. Mal das Schwimmspektakel im Hockermühlbad pünktlich um 9 Uhr startet, hoffen die Organisatoren (Stadtverband für Sport, Stadtwerke, Deutsche Lebensrettungsgesellschaft/DLRG) und die helfenden Verbände wieder auf eine tolle Veranstaltung. Sie alle wollen, dass die 24 Stunden zu einem Erlebnis werden.

Zu erwarten sind laut Stadtwerke-sprecherin Karoline Gajeck-Scheuck rund 3000 Teilnehmer. Wie in den Vorjahren könnte sich Amberg eventuell wieder in die bundesweite Spitze katapultieren. Denn bei den bisherigen zwölf Schwimmen gab es im deutschlandweiten Vergleich stolze zehn Erfolge. Michael Cerny übernimmt als Oberbürgermeister erstmals die Schirmherrschaft und reiht sich in die Gruppe der Prominenten ein, die den Startsprung wagen. Mit dabei ist auch die Präsidentin des DLRG-Landesverbandes Bayern, Julia von Seiche-Nordenheim.

Ziel: 30 000 Schwimmer

Trotz des Breitensport-Charakters ist auch für Wettkampfatmosphäre und Spannung gesorgt: Die Veranstalter freuen sich darauf, den 30 000 Teilnehmer zu begrüßen. Dafür fehlen nur noch 991 Schwimmer. Zudem soll die Summe aller bisher zurückgelegten Kilometer einmal die Erde am Äquator umrunden (40 075 Kilometer). Um dieses Ziel zu erreichen, fehlen noch 2010 Kilometer. Ein weiteres ehrgeiziges Vorhaben ist bereits umgesetzt: Der Gesamterlös für gute Zwecke liegt mittlerweile bei über 50 000 Euro, da die Sponsoren heuer ihre Spenden schon zugesagt haben.

Die Stadtwerke stellen als Hauptgeldgeber das Freibad inklusive Personal kostenlos zur Verfügung und sorgen für die Verpflegung der Helfer. Zusätzlich überweist der Energieversorger 500 Euro. Mit im Boot (1,50 Euro pro Kilometer, höchstens 500 Euro) sind: AOK, Conrad-Sportförderung, Gewerbebau, Grammer, K+B Expert, Klinikum St. Marien, Siemens und Stadtbau. Insgesamt kommen also 4500 Euro zusammen. Bestimmt ist das Geld für den beim Amtsgericht eingetragenen Förderverein Giriama. Er unterstützt laut einer Presse-Info der Stadtwerke vielfältige Projekte für Kinder und Frauen in Kenia (www.giriama.de). Mit dem Erlös soll der in Eigenregie begonnene Waisenhausbau bei Malindi für rund 50 Kinder im nächsten Jahr abgeschlossen werden. Vertreter von Giriama sind im Hockermühlbad mit einem eigenen Stand vertreten.

Ohne Helfer geht's nicht

Den Reigen eröffnen die Vertreter der Sponsoren und Veranstalter mit einem 100-Meter-Spurt. Danach mischen mehr als 800 bereits gemeldete Schwimmer aus neun Amberger Schulen das Wasser auf. Wenn um 12 Uhr die acht Schwimmbahnen für die Öffentlichkeit freigegeben werden, stehen rund 130 ehrenamtliche Helfer aus vielen Vereinen und Verbänden bereit, einen reibungslosen Ablauf nonstop bis Samstag, 9 Uhr, sicherzustellen. Sie sorgen für die Ausgabe der Startkarten, das Erfassen der Schwimmleistung, die Urkundenausstellung, die stündlichen Informationen über den aktuellen Leistungsstand, das Zählen der Schwimmbahnen sowie den Wassersicherungs- und Sanitätsdienst.

Jeder Teilnehmer erhält eine Startkarte. Er entscheidet selbst, wie oft und wie lange er schwimmen will. Jeder kann für einen Verein, für eine Interessengruppe oder auch als Einzelschwimmer starten. Am Schluss erhält er eine Teilnehmerurkunde mit Angabe seines Namens und seiner insgesamt absolvierten Strecke.

Die Siegerehrung findet am Mittwoch, 22. Juli, im Rathaus statt. Ausgezeichnet werden die ältesten und jüngsten Teilnehmer, die Schwimmer mit den meisten Kilometern und die teilnehmerstärkste Gruppe.
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