Amberg aktiv für die Familien

"Stell dir vor, das Amberger Bündnis für Familie wird aus der Taufe gehoben - und 140 Teilnehmer kommen, um dabei zu sein": So war das 2007 im Rathaus, als diese Initiative gegründet wurde, die auch sieben Jahre später noch sehr aktiv ist. Die Koordinierungsgruppe blickte jetzt auf 2014 zurück. Auch OB Michael Cerny (links) war dabei; er leitet die Arbeitsgruppe "Lebensraum Stadt". Archivbild: Hartl

18 Arbeitstreffen in den einzelnen Themenfeldern. Viele weitere Zusammenkünfte innerhalb der Unterarbeitskreise. Eine Reihe neuer Maßnahmen und Anschlussprojekte sowie umfassendes Netzwerken: So vielfältig waren die Aktivitäten des Amberger Bündnisses für Familie im vergangenen Jahr.

Darüber freute sich Bürgermeisterin Brigitte Netta, die im Auftrag des OB die Leitung der einmal jährlich zusammentretenden Koordinierungsgruppe übernommen hatte. Michael Cerny selbst ließ die Projekte seiner Arbeitsgruppe, des Bereichs "Lebensraum Stadt", Revue passieren. Dazu gehörten der mit rund 1800 teilnehmenden Schülern aus Amberg und Sulzbach-Rosenberg erfolgreiche "Kilometerkönig" sowie das Thema "Barrierefreiheit", aus dem die Idee für ein neues Inklusionsbündnis hervorgegangen ist (siehe "Hintergrund").

25 Dolmetscher im Pool

Ein großes Dankeschön richtete das Plenum an Maria Geiss-Wittmann, die im Feld Familie und Arbeitswelt agiert hatte und nunmehr aus dem Arbeitskreis ausgeschieden ist. Für sie listete, auch im Namen von Johann Schmalzl, Themenverantwortliche Dorothea Seitz-Dobler die zahlreichen Aktivitäten dieser Gruppe auf. Dazu gehörten neben dem Wettbewerb für mehr Familienfreundlichkeit in Unternehmen unter anderem das Engagement für die Verbesserung der Situation in der Teilzeitausbildung, eine Infoveranstaltung über familienfreundliche Personalpolitik sowie intensive Grundlagenarbeit.

Patricia Weiner, Verantwortliche im Bereich Familie ist Erziehungsverantwortung, informierte über die Einrichtung eines Dolmetscher-Pools, dem bereits 25 Mitarbeiter für 16 verschiedene Sprachen angehören, über die Gründung einer inklusiven Eltern-Kind-Gruppe und über das "Café International" bei der Flüchtlingswoche. Auch ein integrativer Malkurs mit Künstler Heini Hohl, ein Wiedereinstiegscafé und das bestens besuchte Feriencamp gehörten zum Angebot dieses Arbeitskreises.

Marianne Gutwein berichtete ferner, dass der Online-Wegweiser auf der Seite www.familie.amberg.de überarbeitet sowie durch verstärkte Hinweise auf das Seniorenangebot ergänzt werden soll. Aus dem Themenbereich Familie, Bildung und Kultur berichteten Brigitte Netta und Schulamtsdirektor Heinrich Koch. Letzterer hatte den Fokus auf eine Podiumsdiskussion über Inklusion gelegt, zu der viele schulische Vertreter ins ACC gekommen waren. Auch OB Cerny und die Leiterin der Rupert-Egenberger-Schule zogen ein positives Resümee dieser Veranstaltung, in der aufgezeigt wurde, was schulische Einrichtungen auf diesem Gebiet zu leisten imstande sind.

Hände weg vom Rauchen

Raucherprävention für Kinder und Jugendliche stand bei dem von Karin Meixner-Nentwig und AOK-Direktor Wolfgang Händlmeyer geleiteten Feld Familie und Gesundheit ganz oben auf der Agenda. So haben sich laut Meixner-Nentwig acht Schulen mit 13 Klassen für das Präventionsprojekt "Be smart, don't start" angemeldet. Außerdem macht im Januar die Wanderausstellung "Krass" des Jugendamts Nürnberg im Alten Klärwerk Station. Ferner sollen 2015 vor allem Shisha-Rauchen und E-Zigaretten ins Visier genommen werden.
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