Amberg.
Ambergers Alphorn verzückt Indien

Helmut Amberger am Indischen Ozean. Mit seinem Alphorn reist der 63-Jährige regelmäßig in das Land Mahatma Gandhis, um bei den Hochzeiten seiner Arbeitskollegen ein Ständchen zu spielen. "Die tiefen Töne passen hervorragend zum indischen Gesang", erzählt der gebürtige Amberger, der seit 30 Jahren in Berlin lebt. "Die Inder sind ganz begeistert. Ich habe auch schon Alphorn-Unterricht gegeben." Bild: hfz
(upl) Er stammt aus Amberg und heißt auch so:Helmut Amberger (63). Mit seinem Alphorn bereist er regelmäßig Indien und verzaubert mit den tiefen Klängen aus dem Blasinstrument verliebte Paare bei Hochzeitszeremonien. "Ende Juni war die letzte Trauung", erzählt er. "Für nächstes Jahr bin ich schon wieder zu einer Feier eingeladen." Die Kontakte zu den Brautpaaren entstehen an seinem Arbeitsplatz.

Der Elektroingenieur lebt und arbeitet seit 30 Jahren bei einem weltweit tätigen Konzern in Berlin, der in der indischen Millionenstadt Chennai eine Niederlassung unterhält. "Die Inder kommen immer drei Jahre zur Ausbildung zu uns. Wenn sie dann nach Hause zurückkehren, heiraten sie meistens." So seien Freundschaften entstanden und Einladungen zu Hochzeiten gefolgt.

Das Alphornspielen hat sich Amberger selbst beigebracht, nachdem er als Jugendlicher in der Knappschaftskapelle Trompete geblasen hat. Nicht nur nach Indien, auch nach Amberg unterhält der 63-Jährige enge Kontakte. Hier leben zwei Brüder. In der Luitpoldhütte hat er einst seine Elektriker-Ausbildung absolviert. Schon am Wochenende kommt er wieder in seine alte Heimat. Auf der Fichtenhofer Kirwa entspannt er sich und holt sich die eine oder andere Anregung. "Ich lerne gerade diatonische Quetschn. Vielleicht stelle ich nächsten Jahr in Indien einen Kirwabaum auf."
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