Amberg in völlig neuem Licht

In einem Lager an der Stadtmauer fristet die alte Weihnachtsbeleuchtung ihr Dasein. Die Girlanden werden ausrangiert, bereits in diesem Jahr zur Adventszeit soll ein neuer "Lichtteppich" die Altstadt erhellen. Bild: upl

Wer im Advent glänzen will, muss bereits heute mit den Vorbereitungen beginnen. 196 Tage vor Heiligabend segnete der Finanzausschuss das Konzept für eine neue Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt ab.

Wenn das erste Lichtlein brennt, dann sollen auf einen Schlag tausende weitere folgen: Die Stadt stellt aller Voraussicht nach 200 000 Euro für einen Lichterteppich bereit, der sich in der Advents- und Weihnachtszeit über die Straßen der Altstadt legen soll. Die alte Weihnachtsbeleuchtung hat ausgedient. Der Finanzausschuss gab eine einstimmige Empfehlung ab, das entsprechende Konzept von Park- und Werbegemeinschaft sowie Stadtmarketingverein zu unterstützen.

Stadt gibt Impuls

Etliche Jahre schon dauert die Diskussion über den Austausch der mit Glühbirnen versehenen Ziergirlanden. Oberbürgermeister Michael Cerny sagte, er wolle nicht noch ein weiteres Jahr verstreichen lassen. "Von den Geschäftsleuten war immer wieder zu hören: Wir machen mit, wenn alle mitmachen", sagte der Rathauschef. "Wir brechen das jetzt auf und sagen: Wir packen es an!" Die 200 000 Euro von der Stadt seien ein starkes Signal. Nun liege es am Einzelhandel, diese Steilvorlage anzunehmen.

Die Geschäftswelt sei mit im Boot, versicherte Thomas Eichenseer, Beirat des Stadtmarketingvereins. Eine Arbeitsgruppe habe sich bereits mit der Ausgestaltung befasst. Demnach sei an eine Beleuchtung gedacht, "die wie ein Lichterteppich über der Fußgängerzone erscheint". Andererseits solle der Blick von unten eher an einen Sternenhimmel erinnern. Als belebende Elemente sin unterschiedliche Hängungshöhen, variable Abstände und verschiedene Lichtfarben im Gespräch. "Auch die Integration von Kunststoffkristallen und spiegelähnlichen Elementen ist möglich."

Ein bisschen zu modern

Details, die dem Grünen-Stadtrat Helmut Wilhelm etwas Bauchschmerzen bereiteten. Nachdem die CSU-Fraktion ihm bereits vorher signalisiert hatte, er solle sich den neuesten Trends nicht verschließen sagte er: "Vielleicht bin ich nicht modern genug. Ich bin halt ein echter Konservativer." Woraufhin ihm Thomas Bärthlein die CSU-Mitgliedschaft antrug. "Ich hab heute leider keinen Aufnahmeantrag dabei." Am Ende ließ sich Wilhelm dann doch noch überzeugen und votierte mit Ja, so dass die Empfehlung einstimmig erging.

Herbert Hottner, Vertreter der Park- und Werbegemeinschaft, sagte, er werde alles dafür tun, das Projekt zum Erfolg zu führen. "Wir werden unseren Teil dazu beitragen. Das verspreche ich", sagte er.
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