Amberg mit Wasser gesegnet

Die Kaskaden im Engelsdorfer Wasserwerk. Bild: Hartl

Im Chef-Büro von Dr. Stephan Prechtl ist es erfrischend kühl. Klimaanlage. Draußen hat es schon wieder weit über 30 Grad. Hochsommer. Seit Wochen kaum ein Tropfen Regen. Geht den Ambergern bald das Wasser aus? Nein, sagt der Geschäftsführer der Stadtwerke. Und gibt ein Versprechen.

(kan) "Wir sind in Amberg in der glücklichen Lage, über ein so großes Grundwasservorkommen zu verfügen, dass wir uns aktuell und für die Zukunft keine Sorgen machen müssen", hebt Prechtl hervor. Trotz der langanhaltenden Hitze sei der Wasserverbrauch in der Stadt nicht spürbar gestiegen.

Die größte Menge in diesem Sommer sei kurioserweise bereits am Samstag. 4. Juli, registriert worden: 13,7 Millionen Liter. "Warum Juli, haben wir uns gefragt", erzählt Prechtl. Eine mögliche Erklärung, die er und Betriebsingenieur Stefan Prüfling gefunden haben: "Das sind viele noch da und noch nicht im Urlaub."

Eine Million 10-Liter-Eimer

Nach Berechnungen der Stadtwerke benötigen die Amberger täglich im Schnitt rund zehn Millionen Liter Wasser, das sind eine Million 10-Liter-Eimer. Tendenz - fallend. Seit dem Jahr 2012 sinkt der Verbrauch stetig. Privathaushalte und Betriebe sparen Wasser. Noch zurückhaltender sollte man aber nicht sein, merkt Prechtl dazu an. Die Leitungen seien ja auf einen bestimmten Verbrauch ausgelegt. Geht der zurück, müssten die Rohre wesentlich öfter gespült werden. Dafür sei sehr viel Wasser erforderlich. "Das hat auch ökologisch keinen Sinn", sagt Prechtl.

Woher kommt denn überhaupt das Amberger Wasser? 73 Prozent werden jeden Tag aus den sechs jeweils rund 100 Meter tiefen Brunnen bei Engelsdorf gefördert. 27 Prozent sind Quellwasser aus der Gewinnungsanlage Urspring. "Die Brunnen sind gut gefüllt", unterstreichen Stephan Prechtl und Stefan Prüfling.

Jüngste Untersuchungen hätten ergeben, dass auch die nächsten Jahre "alles im grünen Bereich bleibt". Prechtl spricht von der absoluten Versorgungssicherheit und fasst das so in Worte: "Wir haben einfach Glück, viel und gutes Grundwasser zu haben. Wir leben auf einer Insel der Wasser-Seligkeit."

Im Herbst und Winter

Der äußerst trockene und heiße Sommer ist den Stadtwerken also ziemlich einerlei. "Wesentlich sind die klassischen Niederschläge von November bis März und die Schneeschmelze", erläutert Stephan Prüfling. Diese seien es, die den Grundwasserpegel heben.
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