Amberg: Prozess um totes Baby

Der Tod eines sechs Wochen alten Mädchens beschäftigt das Amberger Schwurgericht. Auf der Anklagebank sitzt der Vater des im Mai vorletzten Jahres gestorbenen Babys und sagt: "Ich kann mir das alles nicht erklären." Dem 34-Jährigen aus dem östlichen Landkreis Schwandorf wird vorgeworfen, dass er Verursacher von schweren Verletzungen war, die zum Ableben des Säuglings führten.

Bei einer Obduktion der Leiche waren erhebliche Schäden im inneren Kopfbereich festgestellt worden, außerdem Einblutungen am Ansatz der Sehnerven, ein Serienrippenbruch und "rötliche Griffmarken am Brustkorb." Der Familienvater, zum Zeitpunkt des dramatischen Geschehens allein mit dem Säugling daheim, hat zum Prozessauftakt eingeräumt, das Kind zumindest ein Mal geschüttelt zu haben. "Plötzlich setzte die Atmung aus", sagte er. Der Leitende Oberstaatsanwalt Harald Riedl hielt ihm entgegen: "Die Verletzungen entsprechen einem Fall aus zwei bis drei Metern Höhe." (Seite 3)
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