Amberg very british

Völkerverständigung auf dem Marktplatz: Die Engländerinnen und ihre Gastgeber bei der Stadt-Rallye. Bild: hfz

Von den Midlands in die Oberpfalz: 17 junge Engländerinnen besuchten Amberg, um Land und Leute kennenzulernen. Nicht nur die Schwesternschule zeigte sich dabei von ihrer besten Seite.

Mit 17 Schülerinnen im Alter von 14 bis 16 Jahren kamen die Deutschlehrerinnen Deborah Hill und Elspeth Morgan von der Northampton High-School nach Amberg, um den Besuch der Decker-Schülerinnen im Frühjahr dieses Jahres zu erwidern. Die Partnerschule ist wie das Decker-Gymnasium eine reine Mädchenschule.

Rallye durch die Stadt

Das Besuchsprogramm begann mit einem gemeinsamen Frühstück in der Schulmensa und einer Besichtigung der Schule, der einige Stunden Unterricht folgten. Obwohl manche der englischen Mädchen erst ein Jahr Deutsch-Unterricht hatten, bemühten sie sich, den Inhalten zu folgen und sich auch mit einzubringen - unterstützt von den deutschen Mitschülerinnen und Lehrkräften, die immer wieder als Dolmetscher tätig wurden. Die Amberger Innenstadt lernten die Besucherinnen bei einer Stadt-Rallye kennen, die sie zusammen mit ihren Gastgeberinnen absolvierten.

Während das Wochenende für individuelle Ausflüge oder Unternehmungen mit den Gastfamilien reserviert war, hatten die Organisatoren des Austauschs auf Decker-Seite, Studiendirektor Peter Ringeisen und Oberstudienrat Thomas Renner, drei Städte-Touren eingeplant. In Nürnberg besichtigten die Gäste unter anderem das Dokumentationszentrum beim ehemaligen Reichsparteitagsgelände. Auch die Führungen in München und Regensburg, die an anderen Tagen folgten, fanden interessierte Zuhörerinnen, vor allem bei denen, die an der Northampton High School mit dem Schwerpunktfach Geschichte weitermachen.

Deborah Hill, die Leiterin der Abteilung für Moderne Fremdsprachen an der englischen Schule, betonte, wie sehr sich die Mädchen in ihren Gastfamilien wohlfühlten, und dass der Schüleraustausch ein Gewinn im Hinblick auf die sprachliche und kulturelle Erfahrung ihrer Schülerinnen sei. Dies sehe das Decker-Gymnasium für seine Seite ganz genauso, stellte Englisch-Fachbetreuer Ringeisen fest. Die Schülerinnen hätten an Sicherheit in der englischen Sprache gewonnen und dabei auch noch echte Freundschaften geschlossen. Die Fortsetzung der Schulpartnerschaft steht bereits fest. Den Besuch nutzten die Organisatoren, um den nächsten Austausch in zwei Jahren zu planen. (Umfrage)
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