Amberg.
Wilfried Lux erliegt seinem Krebsleiden

Wilfried Lux war viele Jahre das Gesicht von Arbeiterwohlfahrt und DGB in Amberg. Drei Wahlperioden, von 1984 bis 2002, saß er außerdem für die SPD im Stadtrat und profilierte sich hier ebenso als meinungsstarker wie sachlicher Politiker. Der Trauergottesdienst für ihn ist am Mittwoch, 7. Januar, um 14 Uhr in der St.-Michael-Kirche. Archivbild:Hartl
(ath) Wilfried Lux ist tot. Der ehemalige DGB-Kreischef, SPD-Stadtrat und Ortsvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt erlag am Freitag im Alter von 77 Jahren seinem Krebsleiden. Er starb zu Hause in den Armen seiner Frau Evelyn, nachdem er erst rund acht Monate zuvor von seiner schweren Erkrankung erfahren hatte. Sie war zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr heilbar gewesen. Wilfried Lux nutzte das vergangene halbe Jahr, um sich bei Familie und Freunden zu verabschieden, wie seine Ehefrau gestern berichtete. In diesem Frieden und gefasster Ruhe sei er in der gemeinsamen Wohnung in der Röntgenstraße entschlafen.

Wilfried Lux war überhaupt ein Mann, der stets freundlich und sachlich mit seinen Mitmenschen umging - sowohl im Privatleben, als auch im Beruf und in der politischen Arbeit. Das brachte ihm von allen Seiten hohe Anerkennung ein, die sich auch in seinen vielen Ehrenämtern ausdrückte. Dafür erhielt er unter anderem das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten, die Ehrenmitgliedschaft des DGB-Ortskartells Amberg, die Ehrenmedaillen des Landkreises und des SPD-Unterbezirks Amberg-Sulzbach-Neumarkt. Mit den Sozialdemokraten (Mitglied seit 1964) war Lux nicht nur durch seine Funktion als DGB-Rechtsschutzsekretär (von 1971 bis 1983) und anschließend bis zu seinem Vorruhestand 1995 als Amberger Kreisvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbunds eng verzahnt. Er engagierte sich für sie auch von 1984 bis 2002 drei Perioden lang im Stadtrat, war ferner von 1998 bis zu seiner Erkrankung im April 2014 SPD-Seniorenbeauftragter.

In diesen Ämtern setzte sich der gelernte Schneider, der später an der Sozialakademie Dortmund studierte und sich beim DGB in Freising und Rosenheim zum Nachwuchssekretär ausbilden ließ, stets mit voller Kraft ein. Seine Meinung verfocht er energisch, aber sachlich und mit guten Argumenten - auch in der politischen Auseinandersetzung.

Zuletzt engagierte sich Lux im Eine-Welt-Laden, als Spielplatzpate im Demo und er schrieb außerdem die Geschichte der Amberger Arbeiterwohlfahrt nieder. Ihrem Ortsverein stand Lux von 1979 bis 1996 als Stellvertreter und danach bis Mai 2014 als Vorsitzender vor.
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