Amberg will Serie ausbauen

Die Partie zwischen dem FC Amberg und dem TSV Rain/Lech am Samstag, 10. Oktober, um 14 Uhr im Stadion am Schanzl scheint nur auf den ersten Blick ein Duell auf Augenhöhe zu sein. Beide Teams sind zwar neu in der Regionalliga und beide haben derzeit 17 Punkte auf dem Konto. Doch die Rollen sind vor dem Spiel klar verteilt. Die Schwaben spielten bereits von 2012 bis 2014 in der Regionalliga, stiegen dann jedoch in die Bayernliga ab. Dort holten sie sich im vergangenen Jahr souverän den Meistertitel und kehrten damit umgehend in Bayerns höchste Spielklasse zurück.

Nach einem durchwachsenen Start in die Saison sorgte der Aufsteiger am elften Spieltag für eine kleine Sensation und bezwang als erstes Team den Spitzenreiter SSV Jahn Regensburg. "An diesem Tag hat halt alles gepasst", beschreibt Jürgen Steib im Nachhinein den 2:1-Überraschungserfolg. Dabei treten gerade die Offensivkräfte kein leichtes Erbe an, denn mit Sebastian Kinzel verließ der absolute Topscorer den TSV vor dieser Saison, der in der letztjährigen Bayernligasaison 51 Tore erzielte. Das größte Manko beim TSV heißt aber Abwehr. Mit 30 Toren kassierte man die meisten Gegentreffer.

Jetzt geht es zur zweitstärksten Offensive der Liga (25 Tore) nach Amberg. Beim FC würde man die Heimbilanz gern weiter verbessern. Viermal ging die Rost-Elf als Sieger vom Platz, dazu kommen ein Unentschieden und eine Niederlage. Nach dem Unentschieden in Buchbach am vergangenen Wochenende will man jetzt unbedingt nachlegen: "Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel. Rain ist eine der Mannschaften, die wir für den Klassenerhalt hinter uns lassen müssen. Aber wir müssen höllisch auf ihre Konter und Standards aufpassen", prophezeit FC-Trainer Timo Rost. Fehlen wird dabei neben dem verletzten Andreas Graml, der inzwischen wieder ins Lauftraining eingestiegen ist, auch der gesperrte Julian Ceesay.
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