Amberger Automobilzulieferer präsentiert Rekordzahlen - Konzern will weiter wachsen
China-Geschäft treibt Grammer an

Im Amberger Kongresszentrum präsentierte die Grammer AG am Mittwoch Rekordzahlen für das Jahr 2014. Bild: Steinbacher

Die Grammer AG bleibt auf Expansionskurs: Vorstandsvorsitzender Hartmut Müller stellte die "globale Wachstumsstrategie" des Konzerns am Mittwoch in den Mittelpunkt seines Berichts bei der Hauptversammlung in Amberg.

Der Autozulieferer, der weltweit fast 11 000 Mitarbeiter beschäftigt, werde sich verstärkt den Märkten in Asien und Amerika zuwenden, erklärte Müller vor rund 200 Aktionären. Diese Strategie sichere die Zukunft des Unternehmens und auch die rund 2400 Arbeitsplätze in Deutschland.

"Unsere breite und ausgewogene globale Aufstellung in den Kernregionen Europa, Nord- und Südamerika und Asien hilft uns, regionale Schwankungen besser ausgleichen zu können", sagte der Grammer-Chef. Fünf Jahre nach der Unternehmenskrise legte er für das Jahr 2014 Rekordzahlen vor. Der Umsatz stieg um 8 Prozent auf 1,365 Milliarden Euro. Im laufenden Geschäftsjahr soll die Marke von 1,4 Milliarden Euro durchbrochen werden. Das Ergebnis stieg um 14 Prozent auf 33,6 Millionen Euro. Gleichzeitig sank die Eigenkapitalquote leicht auf 28 Prozent. Müller führte dies auf zahlreiche Investitionen für den Auf- und Ausbau von Standorten in allen Regionen sowie Kapazitätserweiterungen in Osteuropa zurück. Die Dividende pro Aktie liegt bei 75 Cent.

Neuer Finanzvorstand

Die deutliche Steigerung des Geschäftsvolumens sei maßgeblich von hohen Zuwächse im Fernen Osten getragen. Dort habe Grammer aufgrund neuer Produkte und weiteren Marktanteilsgewinnen den Umsatz um 26 Prozent auf 227,7 Millionen erhöht. China und seine Anrainer trugen damit zum ersten Mal mehr zum Konzernumsatz bei als Amerika. In dieser Region verbuchte Grammer einen leichten Umsatzrückgang um 3,1 Prozent auf 226,3 Millionen Euro. Schuld daran sei vor allem der brasilianische Nutzfahrzeugmarkt. Der bisherige Conti-Manager Gérard Cordonnier (58) tritt zum 1. Juni die Nachfolge von Finanzvorstand Volker Walprecht (52) an. Walprecht legte sein Amt mit Ablauf der Hauptversammlung "aus persönlichen Gründen" nieder. "Die Beendigung der Tätigkeit von Walprecht erfolgt im besten Einvernehmen", betonte Aufsichtsratschef Klaus Probst.
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