Amberger Firmen gehen vor

Zu schaufeln gibt es im Gewerbepark an der Fuggerstraße noch genug. In erster Linie aber für die Bagger. Die Offiziellen beschränkten sich am Donnerstagvormittag auf den symbolischen Spatenstich. Auf dem Bild von links: Gewerbebau-Chef Karlheinz Brandelik, Tiefbauamtsleiter Norbert Füger, Günther Hofbeck und Albert Trummer (beide vom Bauunternehmen Mickan), Oberbürgermeister Michael Cerny, Baureferent Markus Kühne, Planer Michael Flierl, Stefan Bieda von der gleichnamigen Firma und Gewerbebau-Prokurist Wern

Der Stadt gehen allmählich die Gewerbeflächen aus. In den Industriegebieten Süd und Gailoh ist kein Platz mehr, auch in Immenstetten wird es eng. An der Fuggerstraße dagegen tut sich was. Dort sind 33 795 Quadratmeter frei, die Siemens abgetreten hat. Vor dem Spatenstich musste aber eine Grundsatzentscheidung her.

Vor knapp zwei Wochen hatte Gewerbebau-Geschäftsführer Karlheinz Brandelik im Stadtrat eindringlich auf die Entwicklung hingewiesen (wir berichteten). Ein positives Signal sendete er am Donnerstag beim Erschließungsbeginn an der Fuggerstraße. Nach jahrelangen Verhandlungen mit Siemens sei es gelungen, an ein über 35 000 Quadratmeter großes Areal zu kommen, das der Konzern ursprünglich als Erweiterungs-Option für das Logistikzentrum in der Hinterhand behalten hatte.

Statt Ambergs größtem Arbeitgeber wird an dieser Stelle nun die Gewerbebau tätig. Sie bietet elf Parzellen an, die zwischen 1792 und 4706 m2 groß sind. Die beiden ersten Grundstücke sind laut Brandelik bereits verkauft - an Betriebe aus dem Stadtgebiet: "Wir wollten nicht warten, bis der eine Große kommt, der auf einen Schlag 35 000 Quadratmeter braucht, während unsere Amberger Firmen in der Zwischenzeit abwandern." In erster Linie sollen die Flächen ansässigen Unternehmen dienen, denen es gut geht und die den Schwung für eine Erweiterung nutzen möchten: "Insofern sind wir verpflichtet, dass wir diese Möglichkeit bieten." Dennoch wiederholte Karlheinz Brandelik seine Warnung: "Wir kommen dem Ende der verfügbaren Flächen immer näher." Aufgabe müsse es sein, Ausschau nach geeigneten Arealen zu halten und dort Lücken zu schließen.

Der Spatenstich für die rund eine halbe Million Euro teure Erschließung stand am Donnerstag auf dem Terminplan des Oberbürgermeisters, gearbeitet wird aber bereits seit 7. April. Ende Juli sollen die Grundstücke bereit für die Bebauung sein.

Michael Cerny veranlasste dieses Ziel zu folgender Aussage: "Das ist die Geschwindigkeit und die Dynamik, die die Amberger Wirtschaft von uns auch erwartet. Ich hoffe, dass wir in dem Zeitplan bleiben können."
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