Amberger für Engagement im Vogelschutz geehrt
Ein Geschenk fürs ganze Leben

Ferdinand Baer aus Amberg prüft den Flügel eines Uhus. Der 30-Jährige wurde für sein Engagement in der Vogelstation in Regenstauf mit dem Bayerischen Tierschutzpreis ausgezeichnet. Bild: hfz
Sein Opa machte ihm ein besonderes Geschenk. Im Oktober 1995 nahm er den Jungen zu seinem zehnten Geburtstag mit in die Vogelstation in Regenstauf. Welche Auswirkungen das auf das Leben seines Enkels haben würde, konnte der Senior damals noch nicht ahnen.

Heute ist Ferdinand Baer aus Amberg 30 Jahre alt. Er kommt immer noch nach Regenstauf, investiert einen Großteil seiner Freizeit in die Pflege, Aufzucht und Auswilderung der verletzten oder beschlagnahmten Tiere. Seit fünf Jahren ist er fachlicher Leiter der Vogelstation. Für sein Engagement erhielt der Musiklehrer am Gymnasium in Hersbruck jüngst den Bayerischen Tierschutzpreis.

Die Tiere, die hier landen, sind als Jungtiere aus dem Nest gefallen, von Katzen angegriffen worden, gegen Scheiben geflogen, mit Autos kollidiert oder haben sich in Draht oder Stromleitungen verfangen. Oder sie wurden Opfer brutaler menschlicher Abneigung. Für viele der Vögel kommt jede Hilfe zu spät. Über die Hälfte überlebt nicht.

Ferdinand Baer geht nüchtern, jedoch nicht ohne Herzblut an seine Aufgabe heran. Der Amberger spricht von einem "omnipräsenten Hobby". Abends betreut er das Notfall-Telefon der Vogelstation. Aber er spricht auch von einem "Glücksfall". Es sei eine sehr vielschichtige Arbeit. "Meine Familie weiß, dass die Vogelstation für mich wichtig ist." Aktiv für die Vogelstation gefordert sei er derzeit rund zehn Stunden pro Woche. "Im Frühjahr wächst das auf 20 bis 25 Stunden pro Woche an. Ich würde gerne noch mehr investieren."

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