Amberger Verein Trennungsväter übt massive Kritik an Jugendfürsorge
"Folter und Menschenhandel"

(nt/az) Der in Amberg ansässige Verein Trennungsväter e. V. erhebt massive Vorwürfe gegen die Jugendfürsorge in Deutschland. In einer am Montag veröffentlichten Pressemeldung ist von "zahlreichen Fällen von Menschenrechtsverletzungen bis hin zu Folter und Menschenhandel" die Rede. Thomas Penttilä, Vorsitzender des bundesweit tätigen Vereins, prangert an, Jugendämter verletzten "massiv die Menschenrechte".

Trennungsväter e. V. hat die Vorwürfe für einen Bericht an den UNO-Menschenrechtsrat (UNHRC) in Genf formuliert. Seit April dieses Jahres hat der Verein nach eigenen Angaben vom Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC) den Status eines Sonderberaters zuerkannt bekommen.

Dem Verein, der sich um die Rechte von zwangsweise von ihren Kindern getrennt lebenden Vätern und Müttern kümmert, lägen zahlreiche Fälle von Betroffenen vor, die in die Öffentlichkeit gegangen sind. "Wir rechnen mit einer hohen Dunkelziffer", so Penttilä. Typischerweise passierten diese Menschenrechtsverletzungen bei der Inobhutnahme von Kindern durch die Jugendämter in Notsituationen. Die Trennungsväter berichten von einem Fall in Gelsenkirchen, in dem das Amt Heimkinder wegen "absichtlicher Überbelegung" gegen Geldzahlung nach Ungarn geschickt habe - das wertet der Verein als Menschenhandel.

Als Folter stuft er das Verhalten von Jugendämtern ein, Eltern mit Drohungen zu einer Inobhutnahme ihrer Kinder zu nötigen. Die Trennungsväter fordern daher, die Jugendämter in ihrer bisherigen Form abzuschaffen und deren Aufgaben anderen Behörden zu übertragen.

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Der Verein im Internet:

http://www.trennungsvaeter.de
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