Amberger Weltkonzern legt 2014 zweitbestes Ergebnis der Firmengeschichte hin - 1,36 Milliarden ...
Grammer sitzt satt auf neuem Rekordniveau

Auch das Segment Seating-Systems saß 2014 mit einem rund ein Prozent höheren Umsatz im Plus. Hier dämpften aber die weiter enttäuschende Entwicklung im Nutzfahrzeugmarkt in Brasilien und der deutliche Rückgang der weltweiten Nachfrage nach Landmaschinen das Wachstum. Bild: Hartl
Da muss man sich fast schon hinsetzen, damit einen diese positive Nachricht nicht umhaut. Am besten auf einen Grammer-Stuhl, denn der steht bombenfest - wie das gesamte Geschäft des Amberger Automobilzulieferers und Sitzherstellers in der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts. Seit 2011 hangelt sich der Weltkonzern von Rekord zu Rekord und setzt dieser Serie mit dem Ergebnis des vergangenen Jahres nun erneut eine Krone auf. Sie glänzt glatt mit dem zweitbesten Resultat der Firmengeschichte. Mit über sieben Prozent Steigerung übertraf der Umsatz 2014 wieder das Vorjahr und legt damit die neue Rekordmarke von 1,36 Milliarden Euro vor.

Höhenflug soll weitergehen

Doch sie wird aller Voraussicht nach nur ein Jahr halten. Denn auch 2015 soll der Konzernumsatz trotz Schwächen in wichtigen Nutzfahrzeugmärkten weiter wachsen. Das teilte das Unternehmen gestern mit Bekanntgabe seiner vorläufigen Zahlen mit, bevor es Ende März seinen kompletten Geschäftsbericht veröffentlicht. In der Pressemitteilung prognostiziert die Grammer AG ein erwartetes operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von rund 57 Millionen Euro. "Somit konnte das Unternehmen 2014 trotz hoher Vorleistungskosten für die Umsetzung der globalen Wachstumsstrategie in Höhe von 10 Millionen Euro und einer teilweisen rückläufigen Entwicklung in wichtigen Kernmärkten das zweitbeste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielen" heißt es darin stolz (siehe auch Seite 15).

Automotive boomt

Allein im vierten Quartal 2014 betrug der Konzernumsatz demnach rund 370 Millionen Euro (Vorjahr 313) und wuchs damit sehr deutlich um etwa 18 Prozent. Getragen wurde dieser hohe Anstieg laut Grammer AG vom Segment Automotive, das mit circa 270 Millionen Euro (2013: 206) im letzten Jahresabschnitt aufgrund der zahlreichen Produktneuanläufe einen außergewöhnlichen Umsatzsprung von rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielte.

Aufgrund des weiter schwachen Marktes in Brasilien und einem deutlichen Rückgang im Landwirtschaftsbereich erwirtschaftete das Segment Seating-Systems im gleichen Zeitraum einen Umsatz von etwa 110 Millionen Euro und damit 1,5 Prozent weniger als im vierten Quartal 2013. "Das Konzern-Ebit lag mit rund 14 Millionen Euro (2013: 15) trotz der Vorleistungen und der beschriebenen Marktabschwächung in etwa auf dem Niveau des Vorjahrs", bilanziert das Unternehmen zufrieden.
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