Ammerthal baut Pumpwerke für neue Versorgung
Schleusen auf für Amberger Wasser

Dunkle Gewitterwolken brauten sich gestern Nachmittag über Ammerthal zusammen. Es war, als wollten sie noch einmal daran erinnern, dass wegen dieses Termins über zwei Jahre Blitz und Donner herrschten im Gemeinderat. Tatsächlich stand der offizielle Bauauftakt für den Anschluss von Ammerthal an die Amberger Trinkwasserversorgung auf dem Programm. Darum hatte es wie berichtet heftigste Auseinandersetzungen in der Nachbargemeinde gegeben. Es brauchte letztendlich drei Bürgerentschiede und eine Kommunalwahl mit neuen Mehrheitsverhältnissen, um diesen Weg freizumachen.

Dass er jetzt beschritten wird, freut Ammerthals Bürgermeisterin Alexandra Sitter-Czarnec am meisten, die ebenso vehement gegen die Verfechter einer eigenständigen Versorgung mit belastetem und "nur" per Kohlefilter gereinigtem Wasser gekämpft hatte. "Ich kauf mir für mein Badezimmer neue Wasserhähne", strahlte sie und drückte damit aus, dass das bisherige Ammerthaler Wasser stark kalkhaltig gewesen sei, was Armaturen und Hausleitungen belastete - vom Genuss ganz abgesehen. Gestern Nachmittag aber öffnete dann erst einmal der Himmel seine Schleusen über Ammerthal, bevor die Stadtwerke das tun. Die Arbeiten mit dem Bau nötiger Pumpwerke an zwei Hochbehältern dauern nämlich noch bis etwa Ende November. Erst wenn sie abgeschlossen sind, kann laut Sitter-Czarnec als "vorgezogenes Weihnachtsgeschenk" das Amberger Wasser fließen.

Diese Arbeiten und der Anschluss über vorhandene Leitungen sind nach ihren Worten "kein Hexenwerk", wie das von Gegnern im Gemeinderat dargestellt worden sei. Im Gegenteil laufe alles technisch einfach - mit Ausnahme einer fehlenden Stromleitung, die zu den Behältern nun erst noch gebaut werden muss.
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