Angemerkt

Apfel, Nuss

und Pfefferspray

So eine Bescherung ist halt immer was fürs Herz: "Danke für die schicke Schreckschusspistole", flüstert die Frau im heimeligen Kerzenschein ihrem Gatten ins Ohr. "Hoffentlich ein Reizgasspray", haucht die Tochter, während sie das goldene Schleifchen vom Paket löst. Der Wunsch nach einem friedvollen Weihnachtsfest wird heuer neu definiert. Im Advent 2015 rüsten auch die Oberpfälzer auf.

Woher kommt das Bedürfnis, sich zu bewaffnen? Politiker würden vielleicht von einer "tiefen Verunsicherung" sprechen. Angst könnte man auch sagen. Aber wovor? Über die Ursachen schießen die wildesten Spekulationen ins Kraut. Eine Erklärung, die auch für den Raum Amberg zutreffen könnte, stützt sich auf die gestiegene Zahl der Wohnungseinbrüche. Auch in unserer Region häuften sich in den vergangenen Jahren die Fallzahlen. Besonders viele Einbrüche gab es allerdings, bevor die vielen Flüchtlinge kamen - um auch Mutmaßungen in diese Richtung vorzubeugen.

Ob Waffen für mehr Frieden sorgen können? Viele Amerikaner glauben das ja, während in ihrem Land eine Schießerei auf die andere folgt. Reizgas, Pfefferspray und Elektroschocker klingen jedenfalls nicht nach Stille Nacht, auch wenn sie unterm Weihnachtsbaum liegen. Da wären Apfel, Nuss und Mandelkern schon die bessere Alternative.

uli.piehler@derneuetag.de

Reaktion

Viele Anfragen nach Tag des Ehrenamtes

Amberg. (upl) Catherine Dill von der Freiwilligenagentur ist begeistert. Nach den Sonderveröffentlichungen in unserer Zeitung zum Tag des Ehrenamtes (5. Dezember) meldeten sich zahlreiche Menschen in ihrem Büro, um Hilfe anzubieten. Mit einer Notfall-Liste hatte Dill für sieben Projekte Freiwillige gesucht. "Vier Einsätze konnten wir mittlerweile abdecken", freut sie sich. So habe sich zum Beispiel ein Fahrer für den 13-jährigen Buben aus Hahnbach gefunden, der täglich um die Mittagszeit zur heilpädagogischen Tagesgruppe gebracht werden muss.

Fünf weitere konkrete Angebote seien nach dem Ehrenamtstag eingegangen. "Es ist einfach wunderbar", sagt Dill. "Irgendwie fügt sich alles zum Guten." Gleichwohl sie ihr bewusst, dass die neuen Interessenten erst einmal "zum Schnuppern kommen". Bedarf an Helfern gibt es immer. Wer sich eine Mitarbeit bei Hausaufgaben- oder Flüchtlingshilfe, Senioren- oder Jugendbetreuung vorstellen kann, darf sich jederzeit noch melden. Infos unter www.engagiert.amberg.de
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